| 25.11.2010, 13:28 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Das ungarische Chemieunternehmen BorsodChem hat offenbar das laufende Geschäftsjahr mit einem deutlichen Umsatzplus und einem voraussichtlich verdoppelten Gewinn abgeschlossen. Wie BorsodChem-CEO Wolfgang Büchele der Presse mitteilte, wird der Umsatz der Gesellschaft in diesem Jahr gegenüber den 160 Mrd. HUF (586,4 Mio. EUR) von 2009 um ca. 30% anwachsen. Wichtiger seien jedoch die Zahlen, die sich in der Entwicklung des EBITDA zeigten. Demnach werde sich dieser Wert im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln, während für das kommende Jahr ein weiteres deutliches EBITDA-Wachstum erwartet werde. "Die Märkte der Gesellschaft haben sich im Verlauf des gesamten Jahres weiter stabilisiert, wodurch sich eine gesunde Nachfrage nach den Produkten von BorsodChem entwickelt hat, besonders in Europa, aber auch im Nahen Osten", sagte Wolfgang Büchele weiter. Allerdings werde für Dezember mit der saisonbedingt üblichen Abschwächung gerechnet. Was die Isocyanate-Sparte des Unternehmens betrifft, ist die wachsende Nachfrage nach TDI der Möbelindustrie und der Matratzenherstellung zu verdanken, während der Markt für MDI-Produkte durch die zunehmende Bedeutung der Energieeffizienz gestärkt wurde. Zudem wurde die MDI-Produktion auch durch die hohen Ölpreise beflügelt – diese für das Unternehmen positive Entwicklung soll sich nach den Hoffnungen von Büchele auch im kommenden Jahr fortsetzen. Allerdings hat die PVC-Sparte des Unternehmens weiterhin mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Zwar ist auch der Absatz dieser Produkte gestiegen, jedoch bei weitem nicht in dem Ausmaß wie bei den Isocyanaten. Zudem ist der Preis für Ethylen, des wichtigsten Rohstoffs für diese Produktion, im Laufe des Jahres kontinuierlich gestiegen, weshalb sich die Gewinnspanne deutlich unter Vorkrisenniveau festgefahren hat. Des Weiteren teilte der BorsodChem-Chef mit, dass das neue TDI-2-Werk voraussichtlich im April 2011 in Betrieb genommen werden kann: "Die Märkte zeigen derzeit ein sehr gesundes Bild, und wir sind zuversichtlich, dass das neue Werk mit einem perfekten Timing die Produktion beginnt." Das TDI-Werk von BorsodChem ist – neben dem chinesischen TDI-Werk von Bayer – die einzige Produktionsstätte für Toluol-Diisocyanat, die im kommenden Jahr eröffnet wird, betonte Büchele weiter. Sobald das TDI-2-Werk die volle Kapazität erreiche, werde das TDI-1-Werk vorübergehend abgeschaltet, bis das neue Werk voll ausgelastet ist. BorsodChem mit Sitz im ostungarischen Kazincbarcika produziert in erster Linie Vinyle (PVC-Granulate und -Komponenten) sowie Isocyanate (MDI, TDI) für die Kunststoffindustrie und verkauft mehr als die Hälfte seiner Produkte auf dem westeuropäischen Markt. Die aktuelle positive Entwicklung ist u.a. der finanziellen Umstrukturierung des Unternehmens zu verdanken: BorsodChem wird derzeit schrittweise von der chinesischen Yantai Wanhua übernommen, die BC dabei 140 Mio. EUR frisches Kapital zur Verfügung stellt. Noch vor einem halben Jahr war BorsodChem mit über 1 Mrd. EUR verschuldet. Weitere Informationen: borsodchem-group.com Quelle: nov-ost.info |
Chemie- und Kunststoffbranche, Ungarn
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