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18.03.2011, 15:37 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten    

Borema: Schweizer Paul Baldini AG weiht neue Kunststoff-Aufbereitungsanlage ein

Die Paul Baldini AG, ein Schweizer Recycling- und Entsorgungsunternehmen aus Altdorf, verarbeitet Kunststoffe zu Ersatzbrennstoffen sowie Recyclingmaterialien. Das Unternehmen setzt hierzu eine von der Borema Umwelttechnik AG gelieferte Anlagentechnik von Vecoplan ein. Am 25. März 2011 bildet ein Kunststoff-Fachtag den gebührenden Rahmen zur Anlageneinweihung.

Breites Aufbereitungsspektrum
Schwer zu verarbeitende Kunststoffe – textilarmierte Rollenware
Schwer zu verarbeitende Kunststoffe – textilarmierte Rollenware
Die Kunststoffzerkleinerung entwickelte sich für die Paul Baldini AG zu einem bedeutenden Geschäftsfeld. So entsorgt das Unternehmen verschiedene Fraktionen von Kunststoffausschüssen. Die Materialien reichen von schweren, grossen Anfahrkuchen über dickwandige Formteile und Hohlkörper über hauchdünne Folien bis hin zur sperrigen textilarmierten, fasrigen Rollenware. Die unterschiedlichen Kunststoffsorten sind PVC, HDPE, LDPE, PP, EPDM sowie auch PTFE.

Vecoplan-Zerkleinerer im Zentrum einer vollautomatischen Wertstoffzerkleinerungsanlage
VAZ 1600 M K T mit HiTorc®-Antrieb
VAZ 1600 M K T mit HiTorc®-Antrieb
Bei der Auslegung der Zerkleinerungsanlage musste die Borema Umwelttechnik AG, Maschinen- und Anlagenlieferant für die Entsorgungs- und Recyclingindustrie, alle unterschiedlichen Anforderungen berücksichtigen und diese mit einer einzigen Systemlösung abdecken. Dabei setzte das Unternehmen auf einen Wertstoffzerkleinerer des Typs VAZ 1600 M K T mit 110 kW aus dem Hause Vecoplan in Bad Marienberg.

Bei der gelieferten Anlage handelt es sich um eine vollautomatische Wertstoffzerkleinerungsanlage für Kunststoffe. Die zu verarbeitenden Kunststoffe werden auf ein in den Boden versenktes Aufgabeband aufgegeben. Dieses führt den Wertstoff sensorgesteuert in den Fülltrichter des Zerkleinerers. Der VAZ-Zerkleinerer verarbeitet das Material zu den geforderten Stückgrössen. Ein Siebkorb mit entsprechender Lochung bestimmt dabei die Granulatgrösse. Die Materialien werden mittels eines hydraulischen Schiebers auf den profilierten Vollstahlrotor gepresst. Die Vorschubkraft ist abhängig von der Leistungsaufnahme des Rotorantriebes, somit soll stets eine optimale Durchsatzleistung gewährleistet werden. Dank der Störfstofferkennung stoppt der Rotor beim Eintrag grösserer Metallteilen umgehend. Der Materialaustrag erfolgt über ein Austragsband mit Metall-Abscheidung. Das Endprodukt kann wahlweise in Big-Bags oder einen Abrollcontainer abgefüllt werden.

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Der eingesetzte Hochdrehmomentmotor ist nach Anbieterangaben nahezu geräuschlos sowie völlig störstoffunempfindlich. Dieser arbeitet ohne Getriebe und Kupplung. Beim Anlauf des Zerkleinerers unter Volllast ist es wichtig, dass der Rotor innerhalb kurzer Zeit eine hohe Drehzahl erreicht, damit Schwungmoment vom Vollstahlrotor und Drehmoment vom Motor zusammen wirken können. Da alle mechanischen Antriebselemente entfallen, soll sich der Wirkungsgrad um ca. 10 - 15 % verbessern. Der Synchronmotor soll dabei extrem energieeffizient sein. Dank der stufenlos regelbaren Drehzahl von 0 bis 360 UpM liege die durchschnittliche Energieeinsparung im Vergleich zu elektromechanischen, direkt geschalteten Antrieben bei ca. 30%. Hohe Durchsatzleistungen und Verfügbarkeit des Zerkleinerers sowie niedrige Betriebskosten seien weitere Vorteile des HiTorc®-Antriebs, heißt es weiter.

Der Zerkleinerer ist mit einer Rotorkühlung ausgestattet. Diese soll einen einwandfreien Betrieb bei der Verarbeitung von Materialien mit einem niedrigen Schmelzpunkt garantieren. Zudem wird der Zerkleinerungsbereich thermostatisch überwacht. Ein Plastifizieren der Kunststoffe soll hiermit verhindert werden und somit eine maximale Brandschutzsicherheit gewährleistet werden. Weiter beinhaltet das Pipe Package eine verstärkte Drehmomentstütze sowie eine robuste Ausführung des Bodens inklusive der Schieberplatte für die Auslegung auf schwer zu verarbeitende Kunststoffe. Abschliessend wurde für die Folienverarbeitung ein Kammboden vorgesehen, der ein Unterlaufen von hauchdünnen Folien hinter den Schieber verhinderen soll.

Die Verarbeitungskapazität der gesamten Anlage liegt beispielsweise bei PE-Formteilen und einer Sieblochung von 30 mm bei ca. 2.500 kg/h.

Weitere Informationen: www.borema.ch, www.baldini.ch, www.vecoplan.de

Borema Umwelttechnik AG, Schwarzenbach, Schweiz

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