| 11.04.2011, 06:07 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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BASF unterstützt die Bekanntgabe, dass Dow Chemical eine erste Lizenz an Chemtura Corporation zur Herstellung eines neuen bromierten polymeren Flammschutzmittels vergeben hat, und dass Chemtura eine Produktionsanlage für diese Substanz zu bauen plant. Bis Ende 2011 wolle Dow weitere Lizenznehmer gewinnen, um den globalen Markt mit ausreichenden Mengen zu versorgen. Auch BASF untersucht nach eigenen Angaben seit langem den Einsatz dieses Polymers, das Dow als Ersatz für HBCD (Hexabromcyclododecan) entwickelt hat. HBCD kann als Flammschutzmittel in Dämmschäumen aus expandierfähigem und extrudiertem Polystyrol (EPS bzw. XPS) verwendet werden, um die Einhaltung strenger Brandschutzvorschriften zu gewährleisten. Wegen Umweltbedenken wurde HBCD in das Zulassungsverfahren gemäß dem europäischen Chemikalienrecht REACH aufgenommen. Demnach wird der Einsatz der Substanz ab 2015 beschränkt, sofern die Verwendung als Flammschutzmittel nicht ausdrücklich zugelassen ist. Das neue polymere Flammschutzmittel von Dow soll nun bei gleicher Flammschutzwirkung deutlich bessere Umwelteigenschaften als HBCD bieten. "Die Energieeffizienz von Gebäuden zu erhöhen ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Dazu leisten Polystyrol basierte Dämmschäume wie Styropor®, Neopor® und Styrodur® C von BASF einen wesentlichen Beitrag", sagte Dr. Giorgio Greening, Senior Vice President der globalen Geschäftseinheit für PS-Schäume bei BASF. "Aufwändige Versuchsreihen mit dem neuen Flammschutzmittel in kleinem bis mittlerem Maßstab haben vielversprechende Ergebnisse gezeigt. Wir sind daher sehr zuversichtlich, dass dieses Polymer sich in den nächsten Jahren als geeigneter Ersatz für HBCD etablieren wird." Sobald ausreichende Mengen des Polymers verfügbar seien, plane BASF, die neuen Produktformulierungen auch im größeren Maßstab zu testen. Sollten diese Prüfungen und Kundenversuche ebenfalls positiv ausfallen, werde das Unternehmen anfangen, alle Produktlinien schrittweise auf den neuen Stoff umzustellen. Industrieweit werde die vollständige Umstellung von Produkten einige Jahre in Anspruch nehmen. Bis dahin wird es aber laut BASF notwendig sein, weiterhin HBCD als effizientes Flammschutzmittel für Polystyrolschäume einzusetzen. HBCD wird in sehr kleinen Mengen Formulierungen für Dämmschäume auf Basis von Polystyrol zugesetzt, um hohe Anforderungen bezüglich des Brandschutzes in Bauanwendungen zu erfüllen. Die Substanz sei dabei vollständig im Kunststoff eingebettet. Daher stelle der damit ausgerüstete Schaum kein Gesundheits- oder Umweltrisiko dar - weder während der Lebensdauer des Produkts noch nach dessen Ende. |
BASF SE, Ludwigshafen
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