13.05.2011, 06:14 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die Kunststofferzeuger in Deutschland rechnen für 2011 mit einem Wachstum "von zwei plus x Prozent". Dies erläuterte der neue gewählte Vorsitzende des Erzeugerverbandes PlasticsEurope Deutschland e.V., Dr. Wolfgang Hapke, jetzt vor der Presse. Das zurück liegende Jahr 2010 habe die Kunststofferzeuger in Deutschland ausgesprochen positiv überrascht: Produktion und Umsatz wuchsen deutlich stärker als erwartet, sagte Hapke. Auch die ersten Monaten des Jahres 2011 seien gut gelaufen. Zum einen habe die Nachfrage in Deutschland 2010 unerwartet stark angezogen, zum anderen seien die befürchteten Mengenströme aus neuen Produktionsanlagen im Nahen und Mittleren Osten ausgeblieben. Eine erstaunlich hohe Nachfrage nach Polymeren in China habe ihrerseits zur positiven Entwicklung beigetragen. Die Produktion von Kunststoff in Deutschland stieg 2010 um rund 19 Prozent auf 20 Millionen Tonnen, der Umsatz der Kunststofferzeuger in Deutschland auf 23,4 Mrd. Euro. Im Inland wurden 10 Mrd. Euro umgesetzt, im Ausland 13,4 Mrd. Euro. Der Export stieg 2010 in der Menge gegenüber dem Vorjahr um 11,9 Prozent auf 12,2 Millionen Tonnen, der Import um 16 Prozent auf 8,4 Millionen Tonnen. Im Wert stieg der Export auf 20,4 Mrd. Euro. Das sei ein Plus von 32,3 Prozent. Der Import erreichte 12,8 Milliarden Euro, ein Plus von 39,2 Prozent. Auch 2010 waren sowohl beim Export als auch beim Import die 27 Staaten der EU von überragender Bedeutung. Sie waren mit 73 Prozent am Kunststoffexport und sogar mit 88 Prozent am Import beteiligt. Wichtigstes Einsatzgebiet für Kunststoff ist in Deutschland die Verpackung, in die rund jede dritte Tonne (35 Prozent) Kunststoff geht. Es folgen der Bau mit 24 Prozent, die Fahrzeugindustrie mit 9 Prozent und der Elektro-/Elektroniksektor mit 6 Prozent. Hapke verwies in seiner Rede vor der Presse auch darauf, dass die deutsche Kunststoff-Industrie mit Kunststoff-Erzeugern, Kunststoff-Maschinenbauern und Kunststoff-Verarbeitern klare Nummer eins in Europa sei. Sie sei eine gut vernetzte, schlagkräftige, vitale Schlüsselindustrie. "Kunststoff ist ein Querschnittmaterial – ohne ihn würde der Innovation der Stoff zur Umsetzung fehlen. Und ganz wichtig: Kunststoff hilft, Energie und natürliche Ressourcen zu sparen. Dieses Potenzial, das Kunststoff in Sachen Ressourcenschonung und Energiesparen innewohnt, wird von Öffentlichkeit und Politik auch immer besser verstanden. Das sind Pfunde, mit denen es zu wuchern gilt", so Hapke wörtlich. An die Adresse der Politik richtete der Vorsitzende des deutschen Verbandes der Kunststofferzeuger in Deutschland den Appell, endlich Ernst zu machen mit der Bildungsoffensive. Er sehe die Gefahr, dass sich die Gesellschaft von Zukunftsangst ausbremsen lasse und Innovationen, neues Denken und neue Ideen in Deutschland keine Chance mehr hätten. Dagegen gelte es anzugehen. "Ich bin überzeugt: Gegen Zukunftsangst, gegen Technologie- und Zukunftspessimismus und eine Mentalität der Risikovermeidung um jeden Preis helfen nur Wissen, Bildung, Information und Dialog", erklärte Hapke. Dateianhang zur Meldung: Weitere Informationen: www.plasticseurope.org |
PlasticsEurope Deutschland e.V., Frankfurt am Main
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