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16.05.2013, 06:03 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten    

LPKF: Laserspezialist mit kraftvollem Start in das Jahr 2013

Der Spezialmaschinenbauer LPKF, der aktuell seinen ersten Quartalsfinanzbericht 2013 veröffentlichte, konnte den Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um mehr als 60 Prozent auf 33 Mio. EUR steigern. Die positive Umsatzentwicklung spiegelte sich demzufolge auch auf der Ergebnisebene wider: Mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von rund 7 Mio. EUR hat das Unternehmen gegenüber dem ersten Quartal 2012 eine Steigerung von 200 Prozent erzielt. Die EBIT-Marge lag bei 20 Prozent (Vorjahr: 11 Prozent).

Ein wesentlicher Grund für die positive EBIT-Entwicklung sei das starke Geschäft mit Systemen zur Laser-Direkt-Strukturierung (LDS) gewesen. Die Technologie kommt bislang vorwiegend bei der Herstellung von Antennen für Smartphones, Laptops und Tablet-PCs zum Einsatz. In den letzten Monaten wurden demnach vermehrt Systeme von asiatischen Kunden geordert.

Einen Rückschlag musste das Unternehmen im Rechtsstreit um die Wahrung des LDS-Patents in China hinnehmen. Das chinesische Patentamt hatte das LDS-Patent im Mai 2012 für ungültig erklärt. Dieses Urteil wurde jetzt von einem chinesischen Berufungsgericht bestätigt. LPKF hält das Urteil in der Sache für nicht richtig und prüft weitere Rechtsmittel, um eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu erwirken. Durch den Verlust des Patents in China wären die Produktion und der Vertrieb von gefälschten LDS-Bauteilen innerhalb Chinas legal. Der weitaus überwiegende Teil der in China produzierten LDS-Bauteile werde aber in Länder exportiert, in denen der LDS-Patentschutz von LPKF ohne Beeinträchtigung fortbestehe. Damit könnten auch weiterhin nur original LDS-Bauteile außerhalb Chinas legal exportiert werden. LPKF will die Einhaltung des LDS-Patents außerhalb Chinas auch in Zukunft durchsetzen und Verstöße verfolgen.

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Neben LDS trugen auch die anderen Geschäftsbereiche zu der positiven Geschäftsentwicklung bei. Insgesamt sind alle drei Segmente mit Umsatzwachstumsraten von mehr als 20 Prozent in das neue Jahr gestartet. Die Zahl der Mitarbeiter im Konzern stieg in den ersten drei Monaten von 690 auf 706 Personen.

Auch im Bereich des Fügens von Kunststoffen werden Maschinen von LPKF (Welding Equipment) verstärkt eingesetzt. Der in Erlangen angesiedelte Produktbereich wachse bereits seit Jahren stark und habe 2012 die Profitabilität weiter verbessert. Gebremst wurde das Umsatzwachstum demnach allein durch Kapazitätsengpässe am Standort, die im laufenden Geschäftsjahr durch den Umzug in größere Produktions- und Bürogebäude beseitigt werden sollen. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 14 Mio. EUR.

Der starke Umsatz im ersten Quartal 2013 beruhte zum Teil auch auf dem Großauftrag aus der Solarindustrie, der bis Mitte 2014 planmäßig abgearbeitet sein soll. Aufgrund der anhaltenden Schwäche des Solarmarktes stellt sich LPKF im laufenden Geschäftsjahr auf einen Umsatzrückgang im Produktbereich Solar Equipment ein und erwartet deshalb für das Jahr 2013 eine vorübergehende Verlangsamung der Umsatzentwicklung im Konzern. Hinzu komme eine schwer vorhersehbare Geschäftsentwicklung in den anderen Produktbereichen mit Ausnahme des Welding Equipment.

Insgesamt bestätigt der Vorstand seine im November 2012 gegebene Prognose und erwartet für den LPKF-Konzern bei einer stabilen Entwicklung der Weltkonjunktur einen Umsatz von 115 - 120 Mio. EUR für 2013. Geplant ist ein Umsatzwachstum in allen Segmenten außerhalb des Solargeschäfts. Die EBIT-Marge sollte 2013 zwischen 15 und 16 % liegen. Für die Geschäftsjahre 2014 und 2015 rechnet der Vorstand in einem stabilen wirtschaftlichen Umfeld mit einem Umsatzwachstum von durchschnittlich rund 10 % pro Jahr und einem leichten Anstieg der EBIT-Marge.

Der Wachstumskurs des Unternehmens wirkt sich auch auf den Kapitalmarkt aus und führte dazu, dass der Aktienkurs zwischenzeitig erstmals seit vielen Jahren die 20-Euro-Marke überschritten hat. Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen vor dem Hintergrund der sehr guten operativen Entwicklung in 2012 und der guten Perspektiven für das aktuelle Geschäftsjahr der Hauptversammlung am 23. Mai 2013 eine Dividende von 0,50 EUR je Aktie vorzuschlagen.

Über LPKF
Die LPKF Laser & Electronics AG hat sich auf die Herstellung von Lasersystemen zur Mikromaterialbearbeitung spezialisiert. Das 1976 gegründete Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Garbsen bei Hannover und ist durch Tochtergesellschaften und Vertretungen weltweit aktiv. LPKF beschäftigt weltweit 706 Mitarbeiter.

Weitere Informationen: www.lpkf.com

LPKF Laser & Electronics AG, Erlangen

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