| 07.11.2013, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Diese Position vertritt die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. im Zusammenhang mit dem aktuellen Vorstoß aus Brüssel. Nach EU-Umweltkommissar Potočnik soll jetzt jedes EU-Mitglied zur Eindämmung von leichten Kunststofftragetaschen und -beuteln eigenverantwortlich auch Verbote beschließen können (siehe auch plasticker-News vom 06.11.2013). Der Vorschlag wird mit einer zunehmenden Verschmutzung der Meere begründet. In Deutschland existiert aus Sicht des Verbandes schon lange ein hervorragendes Entsorgungs- und Verwertungssystem. Mittlerweile werden demnach 98 Prozent aller Kunststoffverpackungen in diesem System entsorgt. Diese hohe Quote sei im Übrigen auch von der EU-Kommission offiziell bestätigt worden. Die erfolgreiche Umsetzung dieses Entsorgungskonzeptes sei auch wesentlich auf das motivierte Mitwirken der deutschen Verbraucher zurückzuführen. Deutsche Kunststoffbeutel und –tragetaschen würden deshalb weder in den europäischen Meeren landen noch seien sie ein Litteringproblem an Land. Vor diesem Hintergrund bedauert der Verband die aktuelle Berichterstattung in den Medien, die auf diese Tatsache wenig differenziert eingegangen seien. Vielmehr wurde aus IK-Sicht der Eindruck vermittelt, dass in unserem Land erhebliche Probleme bei der Entsorgung von Kunststofftragetaschen bestehen. Die IK sieht allerdings in einigen Meeresanrainerländern Optimierungsmöglichkeiten bei deren Entsorgungssystemen. Auch der weitere Vorschlag der EU-Kommission, alternativ zu einem Verbot den Verbrauch von Tragetaschen mit „Strafsteuern“ zu verringern, sei wenig Ziel führend. „Allein geeignete Entsorgungssysteme in Verbindung mit einer entsprechenden Aufklärung der Bevölkerung werden flächendeckend ‘Marine Litter‘ verhindern“, stellt IK-Hauptgeschäftsführer Ulf Kelterborn hierzu fest. Dass trotz der umfassenden Entsorgung von Kunststofftragetaschen in Deutschland immer wieder von bestimmten Gruppen Verbote gefordert werden, ist nach Ansicht der IK ausschließlich politisch motiviert. Die Verbotsforderungen der Kunststoffgegner würden dem Verbraucher zudem suggerieren, „Großes“ für die Umwelt zu tun. Studien dagegen würden zeigen, dass die Umweltauswirkungen von Kunststofftragetaschen vergleichsweise vernachlässigbar seien. Letztlich weist der Verband darauf hin, dass die landesspezifische Zulassung von Produktverboten, wie es der EU-Vorschlag jetzt unter anderem vorsieht, gegen das im ursprünglichen EG-Vertrag manifestierte Prinzip des freien Warenverkehrs verstoße und damit auch juristisch angreifbar sei. Einige europäische Tragetaschen-Produzenten würden bereits entsprechende Klagemöglichkeiten prüfen. Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. ist mit über 300 Mitgliedern der größte Fachverband auf dem Kunststoffverpackungssektor in Europa. Die IK ist Trägerverband des GKV und engagiert sich damit auch für die Belange der gesamten Kunststoff verarbeitenden Industrie. Weitere Informationen: kunststoffverpackungen.de |
IK - Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V., Bad Homburg
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