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30.10.2014, 06:14 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Sasol: Südafrikanischer Petrochemiekonzern investiert mehr als 8 Mrd. USD in Louisiana

Der südafrikanische Petrochemiekonzern Sasol plant die Errichtung eines neuen Produktionskomplexes an seinem Standort Lake Charles im US-Bundesstaat Louisiana.

Laut Pressemitteilung fiel zu Wochenbeginn die endgültige Entscheidung über das mit insgesamt 8,1 Mrd. USD bezifferte Investitionsvorhaben. Als Kernstück des neuen Komplexes ist ein Ethan-Cracker mit Kapazitäten zur Erzeugung von jährlich etwa 1,5 Mio. Tonnen Ethylen vorgesehen. Darüber hinaus sollen sechs weitere Verarbeitungsbetriebe für die Produktion einer breiten Palette an Basis- und Spezialchemikalien errichtet werden.

Sasol-CEO David Constable erklärt in der Aussendung: "Die Entscheidung von Sasol zur Umsetzung dieses Projekts ist ein wesentlicher Moment in der Geschichte des Unternehmens und ein Meilenstein für die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie. Nach der Inbetriebnahme wird dieser Petrochemiekomplex als eine der weltweit größten Anlagen unsere Produktionskapazitäten in den USA verdreifachen und damit eine weitere Stärkung der Position von Sasol am wachsenden Weltmarkt ermöglichen. Die stabile Infrastruktur an der US-Golfküste für den Transport und die Speicherung von günstigem Ethan war ausschlaggebend für unsere Entscheidung, in Amerika zu investieren."

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Mit der Planung und Errichtung der neuen Anlagen in Lake Charles hat Sasol bereits ein Konsortium der Unternehmen Technip und Flour beauftragt. Zudem ist an der Entwicklung des Projekts die Consulting WorleyParsons beteiligt. Der Mitteilung zufolge investiert Sasol zudem weitere 800 Mio. USD in den Erwerb von Grundstücken und den Ausbau der Infrastruktur in Lake Charles. Die Fertigstellung der neuen Anlagen ist für 2018 geplant.

Sasol verfügt in Lake Charles bereits über Anlagen zur Produktion von Olefinen und Tensiden mit etwa 600 Beschäftigten. In den USA plant der südafrikanische Konzern derzeit im Rahmen eines Joint Ventures mit Ineos auch die Errichtung neuer Polyethylen-Kapazitäten im texanischen La Porte.

In Lake Charles plant unterdessen auch Westlake Chemical die Erweiterung ihrer dortigen Anlagen zur Ethylen-Produktion. Wie das US-Unternehmen erst vor wenigen Tagen bekannt gab, sind dazu Investitionen von rund 330 Mio. USD vorgesehen (siehe auch plasticker-News vom 28.10.2014).

Weitere Informationen:
www.sasol.co.za, www.technip.com, www.fluor.com, www.worleyparsons.com

Chemie- und Kunststoffbranche, USA

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