| 28.10.2016, 06:01 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Solvay hat seine Absicht bekräftigt, sich gezielt auf den rasch wachsenden Trend zur additiven Fertigung auszurichten. Dies will das Unternehmen unter anderen durch die Erweiterung der Kapazitäten für den 3D‐Druck unterstreichen. Als Teil dieses Engagements und aufbauend auf dem bestehenden AM‐Technikum und der Produktionsanlage für "Sinterline Technyl" Pulver in Lyon (Frankreich), hat Solvay an seinem Forschungs‐ und Innovationszentrum in Alpharetta (Georgia, USA) ein neues Labor eröffnet, um die Entwicklung neuer Materialien für additive Fertigungstechniken voranzutreiben. Desweiteren wurden auf dem Campus des Unternehmens in Brüssel Kapazitäten für Konstruktion und Entwicklung von AM‐Anwendungen auf Basis der "Digimat Software" von e‐Xstream geschaffen, einem Softwareunternehmen von MSC. "Die additive Fertigung hat sich zu einer eigenständigen, ergänzenden Kunststoffverarbeitungstechnologie entwickelt und stößt zunehmend in den Bereich hochkomplexer Bauteile, wie sie mit herkömmlichen Schmelzverfahren nicht realisierbar wären", sagt Brian Alexander, Head of Additive Manufacturing bei der globalen Geschäftseinheit Specialty Polymers von Solvay. "Während die Verfahrens‐ und Anlagentechnik voranschreitet, mangelt es noch an zuverlässigen Quellen für Hochleistungsmaterialien und Standards. Solvay ist entschlossen, bei der Erweiterung der verfügbaren Polymere und der Optimierung der AM‐Lieferkette eine Führungsrolle zu übernehmen, gestützt auf ein solides Verständnis der Technologie und umfassenden Kundensupport." ![]() Im 3D‐Druck gefertigte Plenumkammer aus "Sinterline Technyl" PA6‐Pulver von Solvay - (Bild: Solvay). ![]() Kraftstoffansaugrohr für den Vollkunststoffmotor Polimotor 2, hergestellt in einem Fusionsverfahren für verstärkte Filamente (FFF) aus 10 Prozent glasfaserverstärktem "KetaSpire" PEEK‐Polymer von Solvay - (Bild: Solvay). Solvay will die Erfahrung aus dem Polimotor‐2‐Projekt für weitere Untersuchungen zur möglichen Wertschöpfung mit AM jenseits von Prototypen oder einzelnen Bauteilen nutzen. Dazu zählt u.a. eine vergleichende Analyse der Zugeigenschaften von 3D‐Druck‐ und Spritzgussproben aus "KetaSpire" KT‐820 PEEK. Die ersten Auswertungen legen laut Solvay nahe, dass die 3D‐gedruckten Teile die anspruchsvollen Leistungskriterien für derartige Anwendungen selbst bei erhöhten Systembetriebstemperaturen erfüllen, wie sie im Motorumfeld auftreten. Solvay beabsichtigt, den Leistungsvergleich zwischen 3D‐Druck‐ und Spritzgussteilen aus PEEK während der Prüfstandstests von Polimotor 2 weiter zu vertiefen. "Eine kürzliche Studie des Plenums für Polimotor 2 hat bestätigt, dass AM ein erhebliches, aber bei weitem noch ungenutztes Potenzial für Leichtbau‐ und komplexe Konstruktionen bietet, das sogar die Möglichkeiten des Spritzgießens übertrifft", betont Dominique Giannotta, "Sinterline" Program Leader bei der Geschäftseinheit Engineering Plastics von Solvay. "Um dieses enorme Potenzial jedoch voll auszuschöpfen, müssen die Konstrukteure dazu übergehen, Bauteile künftig vom ersten Tag an für AM zu konzipieren." Weitere Informationen: www.solvay.com |
Solvay S.A., Brüssel, Belgien
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