| 24.07.2017, 11:42 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Der Einsatz von Kunststoffen ist aus dem Verpackungsbereich nicht mehr wegzudenken. Ob Shampoo, Duschgel, Flüssigwaschmittel oder Haushaltsreiniger – alles kommt in Behältern aus PP, HDPE oder PET in die Supermarktregale. Doch im Gegensatz zur PET-Flasche, für die es zum Teil umfangreiche Sammelsysteme gibt, steckt die Sammlung von gebrauchten Behältern aus Polyolefinen noch in den Kinderschuhen. Ein Grund für die mangelnden Bemühungen in diesem Bereich liegt in der erschwerten Wiederaufbereitung von Kunststoffverpackungen, die mit Wasch- oder Spülmitteln gefüllt waren; durch migrierte Substanzen erhält der Kunststoff, und in der Folge auch das recycelte Material, einen unerwünschten Geruch. Pionierarbeit in Sachen Geruchsminderung Der Ruf,nach nachhaltigen Verpackungslösungen aus Polyolefinen – vor allem durch Markenhersteller – motivierte Starlinger, sich intensiv mit diesem Thema zu beschäftigen. Über die letzten Jahre entwickelte Starlinger ein Projekt zum Recycling der Eingangsware eines namhaften europäischen Recyclers. Es handelte sich um Spülmittelflaschen aus der Post-Consumer Sammlung, denen selbst nach Zerkleinerung und Durchlaufen eines Waschprozesses ein Spül- bzw. Waschmittelgeruch anhaftete. Ziel war es, hochwertiges Regranulat zu produzieren und dabei den starken Geruch bestmöglich zu entfernen. Weiterhin sollte das Rezyklat keine qualitativen Einbußen gegenüber Produkten aus Neuware mit sich bringen. Unter Berücksichtigung dieser Vorgaben begann Starlinger mit einer Testfertigung, in deren Verlauf mehr als 100 Tonnen HDPE Post-Consumer Material zu hochwertigem und geruchsreduziertem Regranulat aufbereitet wurden. Die anschließende Testproduktion von Flaschen aus 100 Prozent rHDPE erfüllte nach Unternehmensangaben alle Erwartungen; somit konnte Starlinger eine Recycling-Lösung für Waschmittelflaschen auf den Markt bringen. ![]() Gaschromatografie: Gemessene flüchtige Stoffe im Regranulat nach herkömmlicher Extrusion (schwarz) und nach der Behandlung in der Geruchsentfernungseinheit (rot) – (Grafik: Starlinger). Das Besondere an der Geruchsminderung mittels Starlinger-Technologie ist nach Angaben des Unternehmens ihr permanenter Charakter. Während herkömmliche Verfahren Gerüche oft nur durch Additive binden und dadurch im Granulat einschließen würden, soll der Starlinger Geruchsreduktionsprozess die geruchsauslösenden Substanzen dauerhaft entfernen. Dies geschieht zum Teil bereits durch die Materialvorbereitung im SMART Feeder der Recyclinganlage recoSTAR dynamic, sowie durch die extrem hohe Entgasungseffizienz des C-VAC Moduls. Den „letzten Schliff“ erhält das Regranulat abschließend in der Geruchsentfernungseinheit. Anlagenkonfiguration und Prozessparameter können individuell an das Kundenmaterial angepasst werden. Testläufe bei Starlinger recycling technology in Weissenbach können nach Vereinbarung durchgeführt werden. Weitere Informationen: www.starlinger.com |
Starlinger & Co. GmbH, Wien, Österreich
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