| 22.03.2007 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Mit Hilfe eines überarbeiteten Maschinenkonzepts haben BASF-Experten gezeigt, wie die Verarbeitung ihres hochtemperaturbeständigen Kunststoffs Ultrason® E, eines Polyethersulfon (PESU), deutlich zu vereinfachen ist. Eine spezielle Entgasungsschnecke dient dazu, während des Spritzgießprozesses nicht nur Restfeuchtigkeit, sondern auch eingeschlossene Luft zu entfernen. Ohne Vortrocknung des Materials kann der Kunde so Produkte von sehr hoher Qualität fertigen. Vor allem bei spritzgegossenen Scheinwerferreflektoren aus Ultrason E ist eine exzellente Oberflächenqualität gefordert, denn die Bauteile erhalten in der weiteren Verarbeitung eine hauchdünne Metallschicht. Dabei werden Oberflächenfehler nicht kaschiert, sondern durch den hohen metallischen Glanz sogar deutlich verstärkt. Wird der Kunststoff bei diesen extremen Anforderungen im Vorfeld nicht ausreichend getrocknet oder gerät während der Plastifizierung Luft in die Kunststoffschmelze, kann es mit gewöhnlichen Schnecken zu Schlierenbildung und einer erhöhten Ausschussquote kommen. Rainer Klenz, Spezialist im Spritzgießtechnikum der BASF (www.basf.com), erläutert die Vorteile der neuen Schnecke: „Wir haben diese Schneckengeometrie speziell für das Aufschmelzverhalten von Ultrason ausgelegt. Sie kann trotz der vorhandenen Entgasungsöffnung bei sehr verschiedenen Schussgewichten eingesetzt werden und durch die außerordentliche Hydrolysebeständigkeit von Ultrason kommt es auch bei höherer Anfangsfeuchte zu keiner Materialschädigung.“ Der gesamte Prozess wird stabiler, denn Feuchtigkeit und eingezogene Luft lassen sich so zuverlässig entfernen und beim Wiederanfahren nach einem Maschinenstillstand treten weniger Probleme auf. Ultrason E-Verarbeiter haben nun die Möglichkeit, den Werkstoff deutlich effizienter und kostengünstiger als bisher zu anspruchsvollen Bauteilen zu verarbeiten. Bild: Ultrason® E-Bauteil, ohne (links) und mit Entgasung gefertigt |
BASF AG, Ludwigshafen
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