| 22.10.2018, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
![]() Test des Multi-Material-Leichtbaudemonstrators mittels manuell angeschlossener Stromquelle. - (Bild: TUD/ILK) Bei der Entwicklung und Herstellung von Multi-Material-Leichtbauprodukten mit hohem Individualisierungsgrad bietet sich der Einsatz von additiven Fertigungsverfahren an, welche auch unter dem Begriff "3D-Druck" bekannt sind. Traditionelle 3D-Druck-Verfahren für Metalle, wie das selektive Laserschmelzen SLM, haben bereits den Sprung in die Anwendung geschafft und werden beispielsweise bei der Fertigung von Leichtbaustrukturen in der Luftfahrtindustrie genutzt. Additive Fertigungsverfahren für Kunststoffe wurden in den letzten Jahren immer weiter entwickelt. Jedoch sind die strukturellen Eigenschaften von 3D-gedruckten Kunststoffbauteilen noch immer begrenzt. Somit ist auch deren direkte Verwendung in hochbelasteten Bauteilen, zum Beispiel in Kombination mit metallischen Werkstoffen wie Titan oder Edelstahl, derzeit nur eingeschränkt mit sehr hohem Aufwand realisierbar. Neues Verfahren erzielt deutlich bessere strukturelle Eigenschaften Durch gezielte Endlosfaserverstärkung, beispielsweise mit Kohlenstofffasern lasse sich die strukturellen Eigenschaften der 3D-gedruckten Kunststoffbauteile um ein Vielfaches erhöhen. Gleichzeitig sollen sich durch die thermischen und elektrischen Eigenschaften der Kohlenstofffasern eine gezielte Beeinflussung des 3D-gedruckten Bauteils realisieren lassen, etwa um adaptive Steifigkeiten innerhalb einer intelligenten Struktur einzustellen. Damit lassen sich beispielsweise Compliant-Strukturen in Faltdächern oder Sonnensegel für die Raumfahrt verbessern. Kohlenstofffaser integriert Funktion Daneben sollen sich Strukturen gezielt aufgeheizt lassen, beispielsweise zur integrierten Enteisung in Tragflächen oder zur Temperierung von Bioreaktoren. Dafür werde die elektrische Leitfähigkeit der Kohlenstofffaser im 3D-gedruckten Bauteil zur direkten Erwärmung durch Joulesche Wärme genutzt, was zu einem Temperaturanstieg sowohl in der Kohlenstofffaser als auch im umgebenden Kunststoff führt. Bei gleichzeitiger Verwendung spezieller thermochromer Kunststoffe, die bei Temperaturänderungen ihre Farbe aufgrund von Moleküländerungen wechseln, lasse sich eine entsprechende Temperaturüberwachung direkt in das 3D-gedruckte Multi-Material-Bauteil integrieren. So ändere der Kunststoff seine Farbe, falls sich eine zu hohe Temperatur einstellt. Neben der Entwicklung neuartiger additiver Fertigungstechnologien erarbeiten die Forscher geeignete Strategien und Verfahren, um die additiv gefertigten Strukturen in der Multi-Material-Baugruppe zu integrieren. So werden generative Fertigungstechnologien für Multi-Material-Leichtbaustrukturen sowie zugehörige Werkzeugtechnologien und Vorbehandlungsmaßnahmen erforscht und erprobt. Dabei wurden bereits erste Verfahren entwickelt, die eine effiziente Integration der additiv gefertigten Strukturen in Baugruppen in Mischbauweise, zum Beispiel in Kombination mit metallischen Werkstoffen wie Titan oder Edelstahl, ermöglichen. Weitere Informationen: tu-dresden.de |
Technische Universität Dresden, Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik, Dresden
» insgesamt 31 News über "TU Dresden, ILK" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Schleich: David Albert übernimmt die Unternehmensführung
OPmobility: Übernahme des Beleuchtungsgeschäfts von Hyundai Mobis
BASF: Sondierungen für mögliche Evonik-Übernahme
TechnoCompound: Deutlicher Ausbau der LGF-Kapazität
BASF: MDI-Investion in Indien auf dem Prüfstand
Feddersen Group: Neue Compounds, KI-gestützte Entwicklung und Lieferkettenkonzepte
Meist gelesen, 10 Tage
Hanser: Verkauf der Fachzeitschrift „Kunststoffe“ an Vogel
Feddersen Group: Neue Compounds, KI-gestützte Entwicklung und Lieferkettenkonzepte
BASF: MDI-Investion in Indien auf dem Prüfstand
BASF: Sondierungen für mögliche Evonik-Übernahme
Engel: Virtueller Assistent übergibt freigegebene Prozessänderungen an die Maschinensteuerung
MW Compounds: Recycling-Compounds und Prozessoptimierung für effizienteren Spritzguss
Meist gelesen, 30 Tage
Dreher: Amis übernimmt insolventen Schneidmühlenhersteller
Krallmann: Übernahme der insolventen KLT Hummel Plastic
Aumovio: Geschäft für Scheibenwaschanlagen und Reinigungssysteme geht an Certina
Schütz: Mehrheitsbeteiligung an Repack erweitert Rekonditionierungsnetzwerk in Italien
Borouge: Roland Janssen übernimmt Leitung von Vertrieb und Marketing
KraussMaffei: Autonome Qualitätsregelung und kompakte Automation für die Spritzgießproduktion
Meist gelesen, 90 Tage
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
VBI Plastic: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Arburg: Übernahme der Stork Plastics Machinery B.V.
Hess plastics: Neuaufstellung im Insolvenzverfahren - Strukturierter Investorenprozess eingeleitet
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Physikalischer Schaumspritzguss - Grundlagen für den industriellen Leichtbau
|