| 09.11.2018, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der ungarische Baustoffhersteller Masterplast hat angekündigt, sein Produktionswerk für Polystyrolschaum in der rumänischen Stadt Sfântu Gheorghe zu schließen. Wie Masterplast an die Budapester Börse BSE meldet, habe man die Möglichkeit einer Neuaufnahme der Ende 2017 vorübergehend eingestellten Fertigung untersucht, diese habe sich jedoch weiterhin als unwirtschaftlich erwiesen. Deshalb habe man sich für eine endgültige Werkschließung entschieden. "Die Fertigungsstätte lag zu weit von den potenziellen Märkten in Bukarest entfernt, der Transport der Produkte war nur zu einem unrentablen Preis möglich. In der unmittelbaren Region des Werks war indessen die Nachfrage zu niedrig, weshalb der Standort nur etwa 30 Prozent seiner Kapazitäten nutzen konnte", erklärte Róbert Nádasi, Generaldirektor von Masterplast. Mit der weiteren Verwertung des Standorts und der Aktiva hat das Management bereits begonnen. Masterplast hatte das Werk in Sfântu Gheorghe im Jahr 2012 eröffnet und dort Polystyrol-Dämmstoffplatten für den rumänischen Markt produziert, Ende 2017 lag die Kapazität bei 150.000 m³ pro Jahr. Laut Nádasi soll die rumänische Masterplast-Tochter ihre Aktivitäten an den Lager- und Vertriebsstandorten in Oradea und Bukarest unverändert fortsetzen, die Vertriebsstruktur sei von der Werkschließung nicht betroffen. Masterplast produziert u.a. Systeme zur Wärmedämmung und zum Schallschutz sowie Dachfolien, Trockenbauelemente, Putzprofile und ähnliche Produkte vor allem für die Gebäudesanierung. Mit seinen Tochtergesellschaften in 13 Ländern hat sich das 1997 gegründete Unternehmen inzwischen zu einem führenden Dämmstoffhersteller entwickelt, mit Absatzmärkten in knapp 40 Ländern weltweit. Masterplast ist seit November 2011 an der Budapester Börse BSE notiert. Im ersten Halbjahr 2018 erwirtschaftete Masterplast mit insgesamt knapp 850 Mitarbeitern einen Umsatz von mehr als 45,6 Mio. Euro sowie ein Nachsteuerergebnis von über 1,7 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum beliefen sich diese Werte auf 41,6 Mio. Euro bzw. 874.000 Euro. Allerdings ist der Beitrag der rumänischen Tochter zum Konzernumsatz von Masterplast zuletzt von 15 Prozent auf 13 Prozent gesunken. Dennoch bleibt Rumänien der zweitgrößte Markt der Gesellschaft hinter Ungarn (27 Prozent) und vor Serbien (11 Prozent). Quelle: nov-ost.info |
Masterplast, Sarszentmihaly, Ungarn
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