| 13.11.2018, 15:44 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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![]() ILK gewinnt AVK-Preis für Hochleistungs-Faserverbund-Radiallaufrad. v.l.n.r: Dr.-Ing. Rudolf Kleinholz (Vorsitzender der Jury des AVK-Innovationspreises), Dipl.-Ing. Martin Pohl (ILK), Dr.-Ing. Peter Hermerath (FLT), Prof. Dr.-Ing. Jens Ridzewski (AVK). - (Bild: AVK) Das Laufrad habe in ersten Belastungsversuchen bessere Leistungswerte als ein vergleichbares Laufrad in Metallbauweise erzielen können. Bei den am ILK durchgeführten Schleuderversuchen wurde bei einer maximalen Drehzahl von 10.266 1/min eine Umfangsgeschwindigkeit von 543 m/s erreicht. Dies entspricht etwa einer Verdoppelung der maximalen Drehzahl gegenüber dem Referenzbauteil. Radiallaufräder in Industriegebläsen sorgen etwa in chemischen Anlagen für den Transport von Prozessgasen. Sie unterliegen dabei hohen mechanischen, thermischen und medialen Beanspruchungen. Die bisher eingesetzten rein metallischen Bauweisen gelten hinsichtlich Leistungssteigerung als weitgehend ausgereizt. Im FLT-Eigenmittelvorhaben "Leichtbau Radiallaufrad" (LeRala) hat das Team ein Radiallaufrad in modularer Metall-Faserverbund-Bauweise entwickelt. Dabei habe sich gezeigt, dass Faserverbundwerkstoffe aufgrund ihrer hervorragenden mechanischen Eigenschaften für den Einsatz bei Radiallaufrädern besonders geeignet sind. Auf Grund der geringeren Bauteilmasse ist die Beanspruchung kleiner. Dies und die hohe Festigkeit der Faserverbundwerkstoffe erlauben eine deutliche Drehzahlsteigerung. Die Kombination mit metallischen Bauelementen, etwa für den Wellenanschluss oder Verbindungselemente zur Lasteinleitung, führen zur Umsetzung als innovative hybride Metall-Faserverbund-Bauweisen (MFB). Sie bietet hinsichtlich Leistungsdichte (Bauraum, Fördermenge und Drehzahl), Robustheit, Lebensdauer und Integrationsgrad gegenüber konventionellen Lösungen erhebliche Vorteile. Modulare MFB ermöglichen zudem die Umsetzung mehrteiliger Laufräder, wodurch deutliche Verbesserungen hinsichtlich Herstellungskosten und Wartung erzielt werden können. Durch die modulare Bauweise sollen sich zukünftig Laufräder realisieren lassen, welche unter für monolithische Bauweisen kritischen, thermomedialen Bedingungen höchste Umfangsgeschwindigkeiten über einen langen Betriebszeitraum erlauben und schon bei geringen Stückzahlen eine wirtschaftliche Fertigung ermöglichen. Die vielversprechenden Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden die ILK Wissenschaftler in einem Anschlussprojekt weiterverfolgen. Weitere Informationen: tu-dresden.de |
Technische Universität Dresden, Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik, Dresden
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