| 13.08.2020, 12:13 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Ein neuer L320 Flüssigsilikon 3D-Drucker der Firma German RepRap GmbH aus München erweitert seit Juli 2020 das Prüf- und Verarbeitungslabor am Anwendungszentrum UNIpace der Universität Kassel. Bei der additiven Fertigung von Bauteilen aus flüssigem Silikon wird LSR (Liquid Silicone Rubber) im LAM-Verfahren verarbeitet, wodurch bisher nicht umsetzbare komplexe Geometrien möglich sein sollen. Der Druckkopf soll ein prozesssicheres Dosieren ermöglichen, die thermische Vernetzung erfolgt über eine Hochtemperatur-Halogenlampe. Die Materialeigenschaften sollen gleich gut oder sogar besser als bei Bauteilen aus herkömmlichen Produktionsverfahren sein. Als Vorzüge der additiven Fertigung gelten neben der Produktoptimierung durch Designfreiheit auch die gezielte, individuelle Anpassung von Materialien an die Kundenwünsche. Forschungsthemen am Anwendungszentrum UNIpace in diesem Bereich sollen daher unter anderem Materialoptimierungen mit gezielter Anpassung der geforderten Eigenschaften sein, beispielsweise durch Additivierung von Silikonkautschuken. Ein weiteres, interessantes Thema sei auch das Bedrucken von Thermoplasten, wobei hierbei neben der Auswahl des Kunststoffs auch die Vorbehandlung von diesem eine entscheidende Rolle spiele. Über UNIpace UNIpace befindet sich seit 2013 auf dem Campus der Universität Kassel und untersteht der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim (Institut für Werkstofftechnik, Fachgebiet Kunststofftechnik). UNIpace forscht mit mehreren regionalen und überregionalen Firmen auf dem Gebiet der Silikonkautschukverarbeitung. Aktuell sind 16 Mitarbeiter bei UNIpace beschäftigt. Weitere Informationen: |
Universität Kassel, Institut für Werkstofftechnik, Kassel
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