| 18.10.2023, 06:02 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Anlässlich der Fakuma 2023 gaben die Compoundeure almaak international und Hexpol TPE eine Partnerschaft zur Optimierung von 2K-Materialkombinationen für die Automobilindustrie bekannt. Wie es in einer Presseinformation weiter heißt, werden TPE-Materialien für das Zweikomponenten- oder Einlegeverfahren von Soft-Touch-Oberflächen auf Hartkomponenten verwendet, um funktionelle, ergonomische oder ästhetische Anforderungen zu erfüllen. Die Haftung von Standard-TPEs ist demzufolge begrenzt auf olefinische Trägermaterialien wie Polypropylene, die Einschränkungen hinsichtlich Temperaturbeständigkeit und Steifigkeit aufweisen. Chemisch-modifizierte TPEs ermöglichen jedoch die Haftung auf einer wesentlich breiteren Palette technischer Thermoplaste. Sie zeigen bessere technische Eigenschaften, um anspruchsvollere Bauteilanforderungen zu erfüllen. Die Produkte von almaak umfassen PC/ABS, ABS, PC, ASA, PBT, PA6, PA6.6 und deren Blends, einschließlich Materialien mit bis zu 100 Prozent Recyclinganteil. Diese wurden mit dem Portfolio an thermoplastischen Elastomeren von Hexpol TPE auf ihre Haftung getestet. Zu den Anwendungen in der Automobilindustrie gehören Interieur- und Exterieurteile sowie technische Bauteile wie Dichtungen, Griffe, Verkleidungen, Konsolen und Innenraumträger, Tüllen, Elektronikgehäuse sowie Geräusch- und Vibrationsdämpfungen. "TPE-Materialien für Mehrkomponentenprozesse müssen mit Substraten, insbesondere polaren technischen Thermoplasten, haftungsmäßig abgestimmt sein", erklärt Dr. Thomas Köppl, Group Product Manager bei Hexpol TPE. "PBT wird beispielsweise zunehmend für Elektro-Mobilitätsanwendungen eingesetzt und zeigt Probleme auf TPE zu haften. Eine Glasfaserverstärkung und der Einsatz flammhemmender Additive machen dies noch schwieriger. Die Zusammenarbeit zwischen almaak und Hexpol TPE liefert getestete Materialkombinationen, die die chemische Kompatibilität und eine verlässliche Haftung sicherstellen." Die Kombinationen aus technischen Thermoplasten und TPE wurden nach der Norm VDI 2019 getestet, welche die Haftung zwischen Materialien beschreibt. Das TPE wird auf den Thermoplasten aufgespritzt und im 90°-Winkel abgeschält. Der erforderliche Schälwiederstand wird gemessen und beschreibt die Qualität der Haftung. Selbst bei Substraten, die das Anhaften erschweren, wie z.B. PBT, kann eine gute Haftung erzielt werden, wenn Substrat und TPE kompatibel sind. Zum Beispiel erreicht Dryflex UV 65.01B220 TPE einen Schälwiderstand von 3,3 N/mm auf Anjacom PBT 455-GF30. Neben den Materialien selbst bieten almaak und Hexpol TPE einen umfassenden Support an, der auch eine Beratung bei Werkzeugauslegung und Verarbeitung umfasst. Denn sowohl die Verarbeitungsbedingungen (2K- oder Einlegeverfahren, Temperatur, Einspritzgeschwindigkeit) als auch die Werkzeugauslegung (Geometrie, Haftfläche, Fließweglänge) kann sich auf die Haftkraft auswirken. "Durch diese Zusammenarbeit bieten wir die besten Lösungen für die Kombination von harten Thermoplasten und weichem TPE. Das verschafft unseren Kunden in der Automobilindustrie einen großen Wettbewerbsvorteil. Durch unsere Materialprüfung und -entwicklung wissen die Kunden von Anfang an, dass unsere Materialien perfekt zusammen funktionieren", ergänzt Volker Krebs, Leiter der Anwendungstechnik bei der almaak international. Fakuma 2023, Friedrichshafen, 17.-21. Oktober 2023 Weitere Informationen: almaak.de, www.hexpol.com |
almaak international GmbH, Krefeld + Hexpol TPE, Malmö, Schweden
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