| 19.03.2024, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der Chemiekonzern Trinseo bereitet den Verkauf seiner Anteile an dem Kunststoffhersteller Americas Styrenics (AmSty) vor. Laut Pressemitteilung will sich der Konzern bis Anfang kommenden Jahres von seiner 50-Prozent-Beteiligung an AmSty trennen. Der Erlös aus der geplanten Veräußerung soll in die Refinanzierung eines im Jahr 2028 fälligen Kredits im Volumen von 1,077 Mrd. USD fließen. Bereits Ende 2021 hatte Trinseo im Rahmen einer Neuausrichtung den Rückzug aus dem Segment Styrol-Kunststoffe angekündigt (siehe auch plasticker vom 12.11.2021). AmSty wurde 2008 als Joint Venture der US-amerikanischen Chemiekonzerne Dow und Chevron Phillips Chemical (CPChem) gegründet. Dow veräußerte 2010 ihre AmSty-Beteiligung zusammen mit dem gesamten Styrol-Geschäft an die Investmentgesellschaft Bain Capital. Das aus diesem Spin-off entstandene Unternehmen firmierte später unter dem Namen Trinseo und ist seither paritätischer JV-Partner von CPChem bei AmSty. Trinseo-CEO Frank Bozich erklärte in der aktuellen Aussendung: "Der Verkauf unserer Beteiligung an AmSty ist ein logischer Schritt in unserem Wandel zu einem Anbieter von Spezialmaterialien und nachhaltigen Lösungen. Mit der Umsetzung der vertraglichen Ausstiegsklausel haben wir einen klaren Weg gefunden, unsere Beteiligung an dem Joint Venture zu veräußern. Wir gehen davon aus, dass der Ausstiegsprozess bis spätestens Anfang 2025 zu einer endgültigen Vereinbarung führen wird." Die in The Woodlands im US-Bundesstaat Texas ansässige AmSty zählt zu den führenden Herstellern von Styrol-Monomer (SM) und Polystyrol (PS). Das Unternehmen produziert SM in St. James im US-Bundesstaat Louisiana und verfügt über sechs PS-Werke an Standorten in den US-Bundesstaaten Connecticut (Allyn's Point), Illinois (Joliet), Ohio (HangingRock, Marietta) und Kalifornien (Torrance) sowie in Kolumbien (Cartagena). Insgesamt belaufen sich die Produktionskapazitäten auf etwa 950.000 Tonnen SM und rund 900.000 Tonnen PS im Jahr. Die in Luxemburg registrierte Trinseo hat ihre Zentrale in Berwyn im US-Bundesstaat Pennsylvania und produziert eine breite Palette an Kunststoffen auf der Basis von Styrol und Acryl sowie Polycarbonaten, Polypropylen, Latexbindemittel und weiteren technischen Kunststoffen. Der Konzern beschäftigt weltweit an 22 Produktions- und elf F+E-Standorten insgesamt rund 3.100 Mitarbeiter. Für das Geschäftsjahr2023 berichtet Trinseo ein bereinigtes EBITDA von 154 Mio. USD und einen Nettoverlust von 701 Mio. USD aus Umsätzen in Höhe von 3,675 Mrd. USD. Weitere Informationen: www.trinseo.com, www.amsty.com |
Trinseo Europe GmbH, Pfaeffikon, Schweiz
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