| 18.07.2025, 08:18 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Perlon-Gruppe, bedeutender Anbieter von Kunstfasern mit Sitz in Munderkingen, steht laut "pleiteticker.info" vor großen finanziellen Schwierigkeiten. Für sieben ihrer Tochtergesellschaften wurde demnach ein Insolvenzverfahren eingeleitet, womit rund 490 Mitarbeiter betroffen sind. Das Amtsgericht Augsburg bestellte Dr. Max Liebig zum vorläufigen Sachwalter. Trotz der angespannten Situation sollen die Geschäftsführungen der betroffenen Unternehmen im Rahmen der Eigenverwaltung handlungsfähig bleiben. Die Ursachen der Krise seien vielfältig. Besonders schwer wiege der starke Rückgang im Segment der Papiermaschinenbespannungen – einem langjährigen Kerngeschäft des Unternehmens. Innerhalb von drei Jahren sei die Auslastung in diesem Bereich um 40 Prozent gesunken. Gleichzeitig hätten steigende Energie- und Personalkosten sowie gestörte Lieferketten dem Unternehmen zusätzlich zugesetzt. Trotz Investitionen in Millionenhöhe gelang es den Angaben zufolge nicht, den Abwärtstrend aufzuhalten. Die Lage sei durch den zunehmenden Wettbewerbsdruck aus dem Ausland weiter verschärft worden. Während des laufenden Sanierungsverfahrens soll das operative Geschäft vollumfänglich bestehen bleiben. Die internationalen Standorte sind nicht vom Insolvenzverfahren betroffen. Die Perlon-Gruppe gehört seit 2010 zur Münchner Beteiligungsgesellschaft Serafin und betreibt Produktionsstätten in fünf Ländern. Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 850 Mitarbeitende und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von etwa 150 Millionen Euro. Die hergestellten Filamente kommen in zahlreichen Branchen zum Einsatz – unter anderem in der Bürstenproduktion, bei technischen Textilien sowie in der Kosmetik- und Dentalindustrie. Weitere Informationen: www.perlon.com |
Perlon GmbH, Munderkingen
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