| 09.12.2025, 09:59 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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European Bioplastics (EUBP) hat auf der EBC25 in Berlin das „Bioplastics Market Development Update 2025“ veröffentlicht. Die neuen Daten belegen eine weiterhin dynamische Ausweitung der globalen Produktionskapazitäten für biobasierte Kunststoffe sowie ihre wachsende Bedeutung im Übergang zu einer nachhaltigen und kreislauforientierten Wirtschaft. Weltweite Produktionskapazitäten sollen sich bis 2030 verdoppeln Laut Bericht wird die globale Produktionskapazität für biobasierte Kunststoffe von derzeit 2,31 Mio. Tonnen (2025) auf rund 4,69 Mio. Tonnen im Jahr 2030 ansteigen. Aktuell machen biobasierte Kunststoffe etwa 0,5 Prozent der weltweit produzierten 431 Mio. Tonnen Kunststoffe aus. Der Zuwachs geht auf steigende Nachfrage sowie Fortschritte bei Materialeigenschaften und Anwendungen zurück. EUBP verweist darauf, dass biobasierte und biologisch abbaubare Polymere wie PHA, PLA, bioPP und bioPE maßgebliche Treiber dieser Entwicklung sind. Die verfügbaren Alternativen decken inzwischen nahezu das gesamte Spektrum konventioneller Kunststoffe und Anwendungen ab. Regionale Entwicklungen: Europa verstärkt Ausbau zentraler Technologien In Europa (EU27+3) konzentriert sich das Wachstum insbesondere auf zusätzliche Kapazitäten für bioPP, bioPE und PHA. Dies unterstreicht die strategische Ausrichtung der Region auf den industriellen Ausbau zentraler biobasierter Polymertechnologien. Anwendungssegmente: Verpackungen weiterhin führend Die Marktanalyse zeigt eine zunehmende Diversifizierung der Einsatzbereiche. Verpackungen bleiben 2025 mit 41,3 Prozent bzw. 0,95 Mio. Tonnen der globale Hauptmarkt für Biokunststoffe, wenngleich der Anteil leicht sinkt. Das Segment Automotive & Transport wächst weiter und erreicht 0,24 Mio. Tonnen, was 10,3 Prozent der Anwendungen entspricht. Auslastung der Anlagen: Global 72 Prozent, in Europa 73 Prozent Der Bericht stellt Produktionskapazitäten und tatsächliche Produktion gegenüber. 2025 nutzte die globale Biokunststoffindustrie ihre Kapazitäten zu durchschnittlich 72 Prozent und produzierte 1,67 Mio. Tonnen. Die Auslastung variiert je nach Polymer erheblich – zwischen 28 Prozent und 100 Prozent, abhängig von technologischer Reife und Marktentwicklung. Europa liegt mit 73 Prozent leicht über dem globalen Mittel. Politischer Rahmen entscheidend für weitere Marktentwicklung Für die nächste Wachstumsphase sieht EUBP stabile und klar formulierte politische Rahmenbedingungen als entscheidend an, insbesondere vor dem Hintergrund der erneuerten europäischen Bioökonomiestrategie, die Biokunststoffe ausdrücklich berücksichtigt. Der Marktdatenbericht 2025 wurde gemeinsam mit dem nova-Institut (Hürth, Deutschland) erstellt. Weitere Informationen: www.european-bioplastics.org |
European Bioplastics, Brüssel, Belgien
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