| 28.01.2026, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die offiziellen Recyclingzahlen für das Jahr 2024 belegen einen erneuten Höchststand beim Kunststoffrecycling in Deutschland. Nach Angaben der Zentralen Stelle Verpackungsregister (ZSVR) und des Umweltbundesamtes wurden knapp 71 Prozent der systembeteiligten Kunststoffverpackungen aus der Gelben Tonne und dem Gelben Sack recycelt. Damit wurde der bisherige Höchstwert nochmals übertroffen. Bereits in den Vorjahren war die Recyclingquote kontinuierlich gestiegen. Seit Einführung der aktuellen Vorgaben im Jahr 2018 erhöhte sich die Quote im Konsumbereich von rund 42 Prozent auf nahezu 71 Prozent im Jahr 2024. Damit verzeichnet das Kunststoffrecycling das sechste Rekordjahr in Folge. Nach Einschätzung der Industrie zeigt diese Entwicklung, dass die getrennte Sammlung und das werkstoffliche Recycling von Kunststoffverpackungen zunehmend wirksam umgesetzt werden. Parallel zu dieser positiven Entwicklung weist die aktuelle Analyse jedoch auf Defizite bei bestimmten Verpackungsarten hin. Insbesondere sogenannte Verbundverpackungen auf Papierbasis erreichten erneut nicht die gesetzlich vorgegebenen Recyclingquoten. Gleichzeitig nahm deren Einsatz im Jahr 2024 weiter zu. Betroffen sind vor allem Serviceverpackungen, etwa im To-go-Bereich. Diese bestehen häufig aus untrennbaren Materialkombinationen wie Papier und Kunststoff, die im Recyclingprozess nur eingeschränkt oder gar nicht verwertbar sind. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass nicht das Material allein, sondern vor allem die Recyclingfähigkeit der Verpackung entscheidend für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist. Vor diesem Hintergrund wird erneut auf die Bedeutung eines recyclinggerechten Verpackungsdesigns hingewiesen. Diskutiert werden dabei auch finanzielle Anreize für besonders gut recycelbare Verpackungen, wie sie im Verpackungsgesetz vorgesehen sind, bislang jedoch nur begrenzt zur Anwendung kommen. Weitere Informationen: |
IK - Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V., Bad Homburg
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