| 10.02.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das kanadische Recyclingunternehmen UpSolv, ehemals Polystyvert, hat die Markteinführung eines recycelten Polystyrols (rPS) in kommerziellem Maßstab bekannt gegeben. Das Material basiert auf einem Recyclingverfahren durch Auflösung und Reinigung und soll eine preislich wettbewerbsfähige Alternative zu Neuware darstellen. In umfangreichen Praxistests erzielte das rPS nach Unternehmensangaben gute Ergebnisse in Anwendungen aus expandiertem (EPS) und extrudiertem Polystyrol (XPS) sowie in starren PS-Bauteilen. Damit sei die Eignung für anspruchsvolle Einsatzbereiche wie Dämmstoffe und Schaumstoffanwendungen bestätigt worden. Die Ergebnisse der vergangenen zwei Jahre in Zusammenarbeit mit Industriepartnern und Kunden hätten die technologische Reife des Verfahrens untermauert. UpSolv plant innerhalb der nächsten 18 Monate die Inbetriebnahme seiner ersten großtechnischen Anlage in der Region Eastern Townships in der kanadischen Provinz Québec. Die Anlage soll jährlich rund 11.000 Tonnen Polystyrolabfälle verarbeiten. Ziel ist es, sowohl regionale als auch internationale Kunden mit hochwertigem rPS zu versorgen. Bereits heute ist eine kommerzielle Produktion nach Kundenspezifikation am bestehenden Standort in Montreal möglich. Das Recyclingverfahren von UpSolv setzt auf die gezielte Entfernung von Additiven und Verunreinigungen, die in Kunststoffen am Ende ihres Lebenszyklus enthalten sind. Durch Auflösung und anschließende Reinigung entsteht ein hochreines Rezyklat, das als sogenanntes Drop-in-Material eingesetzt werden kann und den Einsatz von bis zu 100 Prozent Recyclinganteil in neuen Produkten erlaubt. Als Anwendungsfelder nennt das Unternehmen unter anderem Verpackungen, Dämmstoffe, Schutzhelme, Sportartikel sowie technische Bauteile. Mit der Umbenennung von Polystyvert zu UpSolv trägt das Unternehmen nach eigenen Angaben der Ausweitung seiner Aktivitäten Rechnung. Die Recyclingtechnologie ist durch mehr als 40 Patente in 17 Ländern geschützt. UpSolv adressiert neben Polystyrol auch weitere Thermoplaste wie ABS und beliefert Branchen wie Bau, Verpackung, Elektronik, Automobilindustrie und Spielwarenherstellung. Weitere Informationen: www.upsolv.ca |
UpSolv, Montréal, Kanada
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