plasticker-News

Anzeige

27.08.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Kunststoff-Institut Lüdenscheid: Aktuelle Forschungsprojekte und industrielle Anwendungen

Die Kapselung elektronischer Bauteile mit speziell entwickelten Werkstoffen ermöglicht einen be­schädigungs­freien Schutz sensibler Komponenten. Die Materiallösung schützt zuverlässig vor Umwelteinflüssen wie Feuchtigkeit, Staub und mechanischer Belastung und erhöht gleichzeitig die Manipulationssicherheit der Elektronik - (Bild: Kunststoff-Institut Lüdenscheid / Marius Fedler).
Die Kapselung elektronischer Bauteile mit speziell entwickelten Werkstoffen ermöglicht einen be­schädigungs­freien Schutz sensibler Komponenten. Die Materiallösung schützt zuverlässig vor Umwelteinflüssen wie Feuchtigkeit, Staub und mechanischer Belastung und erhöht gleichzeitig die Manipulationssicherheit der Elektronik - (Bild: Kunststoff-Institut Lüdenscheid / Marius Fedler).
Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid präsentiert auf der Fakuma 2026 aktuelle Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für die Kunststoffindustrie. Der Messeauftritt umfasst erstmals eine verdoppelte Ausstellungsfläche. Auf dem Gemeinschaftsstand sind neben dem Institut die Unternehmen Silcos GmbH, Niebeling GmbH, KVT Bielefeld GmbH, CAQ AG und Berlac AG vertreten.

Im Mittelpunkt stehen praxisorientierte Technologien und Verbundprojekte entlang der kunststofftechnischen Wertschöpfungskette. Demonstratoren veranschaulichen unter anderem Verfahren zur Aufbereitung und Qualitätssicherung von Rezyklaten. Thematisiert werden die Verringerung materialbedingter Gerüche, die Sicherstellung einer gleichbleibenden Chargenqualität sowie Methoden zur Bewertung und Stabilisierung recycelter Kunststoffe.

Anzeige

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Oberflächentechnik. Vorgestellt werden neue Benchmark-Anwendungen zur Untersuchung und Verbesserung des Kratzschutzes von Kunststoffformteilen. Ergänzend zeigt die Forschungsstelle des Instituts Demonstratoren aus dem Bereich der Werkzeugbeschichtung.

Demonstrator zur elektromagnetischen Abschirmung: Die Aufnahme zeigt die Vermischung einer niedrigschmelzenden Metalllegierung mit Kunststoff. Die schlierenartige Verteilung der metallischen Phase verdeutlicht den Ausgangszustand. Durch gezielte Compoundierung und Additivierung kann eine homogene Verteilung der Metalllegierung im Polymer erreicht werden, wodurch elektrische Leitfähigkeit bis an die Bauteiloberflächen ermöglicht wird - (Bild: Kunststoff-Institut Lüdenscheid / Marius Fedler).
Demonstrator zur elektromagnetischen Abschirmung: Die Aufnahme zeigt die Vermischung einer niedrigschmelzenden Metalllegierung mit Kunststoff. Die schlierenartige Verteilung der metallischen Phase verdeutlicht den Ausgangszustand. Durch gezielte Compoundierung und Additivierung kann eine homogene Verteilung der Metalllegierung im Polymer erreicht werden, wodurch elektrische Leitfähigkeit bis an die Bauteiloberflächen ermöglicht wird - (Bild: Kunststoff-Institut Lüdenscheid / Marius Fedler).
Im Themenfeld elektromagnetische Verträglichkeit präsentiert das Institut Ansätze zur Abschirmung elektronischer Komponenten. Dabei werden niedrig schmelzende Metalle mit Kunststoffen kombiniert, um funktionale Abschirmstrukturen herzustellen. Darüber hinaus werden Verfahren zur Integration und zum Umspritzen von Elektronik mit Thermoplasten und Duroplasten gezeigt. Zum Ausstellungsspektrum gehört auch das X2F-Verfahren, das auf die schonende Verarbeitung und Funktionalisierung empfindlicher Komponenten ausgerichtet ist.

Mit dem Projekt „Real Stone“ stellt das Institut Kunststoffwerkstoffe mit hohen Anteilen an Gesteinsmehlen vor. Die Materialentwicklung zielt unter anderem auf ein isotropes Schwindungsverhalten, eine veränderte Haptik und eine Reduzierung der Materialkosten. Die mineralischen Füllstoffe sollen zugleich neue gestalterische und technische Einsatzmöglichkeiten eröffnen.

Einen weiteren Teil des Messeauftritts bilden die vom Institut betreuten ZIM-Innovationsnetzwerke. Sie befassen sich mit effizientem Lichtmanagement, Kunststoffen der übernächsten Generation, Nachhaltigkeit in der Medizintechnik, Wasserstofftechnologien, Second-Life-Konzepten und nachhaltiger Mobilität. Ziel der Netzwerke ist es, Unternehmen und Forschungspartner für gemeinsame Entwicklungsprojekte zusammenzuführen und neue Technologien in industrielle Anwendungen zu überführen.

Der erweiterte Gemeinschaftsstand bündelt damit Entwicklungen aus den Bereichen Recycling, Werkstofftechnik, Oberflächenfunktionalisierung, Elektronikintegration und Werkzeugbeschichtung. Gleichzeitig dient der Messeauftritt der Vorstellung laufender Kooperations- und Forschungsaktivitäten des Kunststoff-Instituts Lüdenscheid.

Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle A5, Stand 5312

Weitere Informationen: kunststoff-institut.de

Kunststoff-Institut für die mittelständische Wirtschaft NRW GmbH, Lüdenscheid

» insgesamt 195 News über "Kunststoff-Institut Lüdenscheid" im News-Archiv gefunden

Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!


» zurück zum Seitenanfang


Aktuelle Geschäftskontakte
Top News / Meist gelesen
plasticker Newsletter
Wir informieren Sie schnell, umfassend und kostenlos über das, was in der Branche passiert.

» Jetzt anmelden!

» Weiterempfehlen

Jetzt Kosten im Einkauf senken!
Neuware-Restmengen, Regranulate oder Mahlgüter für Ihre Produktion erhalten Sie in der Rohstoffbörse.

Neue und gebrauchte Maschinen & Anlagen finden Sie in der großen Maschinenbörse.

Kostenfreie Nutzung aller Börsen! Registrieren Sie sich jetzt!

Neue Fachbücher
Experimentelle und simulative Analyse der Mischwirkung in Einschneckenextrudern

Eine Vielzahl von Kunststoffen wird zur Produktion von Halbzeugen und Fertigprodukten auf Einschneckenextrudern aufbereitet bzw.

Aktuelle Rohstoffpreise