| 03.08.2026, 14:59 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Lanxess hat unter dem Namen „Disflamoll Advance“ eine neue Plattform für Flammschutzmittel mit weichmachenden Eigenschaften eingeführt. Die Produkte sind für Anwendungen konzipiert, bei denen neben der flammhemmenden Wirkung auch regulatorische Vorgaben, Anforderungen an die Verarbeitung und Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt werden müssen. Ein wesentliches Merkmal der Plattform ist der auf weniger als 0,1 Prozent reduzierte Gehalt an Triphenylphosphat (TPP). Damit reagiert der Spezialchemiekonzern auf verschärfte regulatorische Rahmenbedingungen und zusätzliche Compliance-Anforderungen für Polymeradditive. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Produkte zugleich die für bestehende Disflamoll-Anwendungen üblichen flammhemmenden, weichmachenden und rauchunterdrückenden Eigenschaften beibehalten. Die Formulierungen können zudem dazu beitragen, den Einsatz von Antimontrioxid zu verringern oder vollständig zu vermeiden. Antimontrioxid wird in verschiedenen Kunststoffanwendungen als synergistisch wirkender Bestandteil von Flammschutzsystemen eingesetzt. Darüber hinaus nennt Lanxess eine verbesserte Verarbeitungseffizienz als Ziel der neuen Produktgeneration. Erstes Produkt für polare Polymersysteme Als erstes Produkt der Plattform ist „Disflamoll Advance OT“ erhältlich. Das Flammschutzmittel wurde speziell für polare Polymersysteme entwickelt. Zu den vorgesehenen Einsatzgebieten gehören flexibles Polyvinylchlorid, thermoplastische Polyurethane, synthetische Kautschuke, Zelluloseester sowie Dämmschäume. Bei Weich-PVC kommt das Produkt unter anderem für Bodenbeläge, Planen und Kunstleder infrage. In diesen Anwendungen übernimmt der Zusatzstoff sowohl flammhemmende als auch weichmachende Funktionen und soll zugleich die Rauchentwicklung im Brandfall reduzieren. „Disflamoll Advance OT“ weist nach Unternehmensangaben ebenfalls einen TPP-Gehalt von weniger als 0,1 Prozent auf. Die technische Auslegung orientiert sich an Anwendungen, in denen Brandschutzanforderungen mit Vorgaben zur Materialflexibilität und Verarbeitbarkeit kombiniert werden müssen. Reduzierter CO₂-Fußabdruck Lanxess beziffert den CO₂-Fußabdruck von „Disflamoll Advance OT“ auf bis zu 40 Prozent unter dem Niveau herkömmlicher Alternativen. Die Verringerung wird auf den Einsatz erneuerbarer Energien und erneuerbarer Rohstoffe bei der Herstellung zurückgeführt. Weitere Angaben zur Berechnungsmethode oder zu den zugrunde gelegten Vergleichsprodukten wurden in der Mitteilung nicht genannt. „Disflamoll Advance OT“ ist den weieren Anbieterangaben zufolge ab sofort verfügbar. Lanxess plant, die Plattform um weitere Flammschutzmittel für zusätzliche Anwendungen und Polymersysteme zu ergänzen. Weitere Informationen: lanxess.com |
Lanxess AG, Köln
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