| 04.08.2026, 08:19 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
|
|
Der Kunststoffverarbeiter Elkamet hat im indischen Chakan nahe Pune einen neuen Standort aufgebaut. Die Anfang 2026 gegründete Elkamet Private Limited soll insbesondere die Belieferung der indischen Automobilindustrie beschleunigen. Im Juni 2026 wurde nach Unternehmensangaben das erste vor Ort konfektionierte Wasserkastenprofil fertiggestellt. Chakan liegt im Bundesstaat Maharashtra und gehört zur Industrieregion Pune, in der zahlreiche Automobilhersteller und Zulieferunternehmen angesiedelt sind. Mit dem Standort erweitert Elkamet seine Produktions- und Lieferstruktur in Asien und verkürzt die Transportwege zu Kunden auf dem indischen Markt. Konfektionierung vorgefertigter Profile Der indische Betrieb konzentriert sich zunächst auf die Weiterverarbeitung von Wasserkastenprofilen. Dabei handelt es sich um Kunststoffprofile für den Fahrzeugbau, die unter anderem im Bereich unterhalb der Windschutzscheibe eingesetzt werden. Die Rohprofile werden weiterhin am Elkamet-Hauptstandort im hessischen Biedenkopf hergestellt. Anschließend gelangen sie nach Chakan, wo sie mithilfe von Biegemaschinen kundenspezifisch konfektioniert werden. Die lokale Bearbeitung soll Lieferzeiten reduzieren, die Flexibilität bei der Auftragsabwicklung erhöhen und eine direktere Versorgung indischer Kunden ermöglichen. Der erste Arbeitsschritt am neuen Standort wurde im Juni 2026 abgeschlossen: Zu diesem Zeitpunkt präsentierte Elkamet das erste in Indien konfektionierte Wasserkastenprofil. Die direkte Auslieferung der bearbeiteten Profile vom Standort Chakan an indische Abnehmer war nach den veröffentlichten Planungen ab Mitte 2026 vorgesehen. Rohteilproduktion bleibt in Deutschland Die Einrichtung des indischen Standorts ist keine vollständige Verlagerung der Profilproduktion. Die Extrusion der Rohteile verbleibt in Biedenkopf. In Indien übernimmt Elkamet vorerst nachgelagerte Bearbeitungsschritte. Damit verbindet das Unternehmen seine bestehende Fertigung in Deutschland mit einer regionalen Endbearbeitung in Kundennähe. Dieses Modell ermöglicht eine lokale Konfektionierung, ohne für die erste Ausbaustufe eine vollständige Extrusionsproduktion in Indien einzurichten. Ausbau der Präsenz in Asien Mit Chakan verfügt Elkamet neben dem chinesischen Werk in Taicang über einen weiteren Standort in Asien. Das Unternehmen produziert seit 2016 in China; dort wurden die Kapazitäten Mitte 2025 um eine Profilextrusion ergänzt. Über Elkamet Kunststofftechnik Elkamet Kunststofftechnik mit Hauptsitz im hessischen Biedenkopf ist ein 1955 gegründetes, familiengeführtes Unternehmen der Kunststoffverarbeitung. Das Unternehmen beschäftigt weltweit mehr als 1.200 Mitarbeiter und ist mit Standorten in Deutschland, Tschechien, den USA, China und Indien vertreten. Elkamet entwickelt und produziert technische Kunststoffbauteile für die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie, die Lichttechnik, die Land- und Baumaschinenindustrie sowie den Maschinenbau. Zum Produktspektrum gehören vor allem extrudierte Kunststoffprofile, rotationsgeformte Behälter, Leuchtenkörper und weitere technische Kunststoffkomponenten. Ergänzend verfügt das Unternehmen über Kapazitäten in der additiven Fertigung sowie im Formen- und Werkzeugbau. Zu den eingesetzten Verfahren zählen unter anderem Extrusion, Co- und Triextrusion, Rotationsformen, Extrusionsblasformen, Blasformen und additive Fertigungsverfahren. Der Hauptstandort in Biedenkopf bündelt Unternehmensleitung, Verwaltung und wesentliche Produktionsbereiche. Weitere deutsche Standorte befinden sich in Dautphetal-Wilhelmshütte und Dautphetal-Friedensdorf. International betreibt Elkamet Niederlassungen und Produktionsstätten in Myslinka in Tschechien, East Flat Rock im US-Bundesstaat North Carolina, Taicang in China sowie Chakan bei Pune in Indien. Weitere Informationen: www.elkamet.com |
Elkamet Kunststofftechnik GmbH, Biedenkopf
» insgesamt 2 News über "Elkamet Kunststofftechnik" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Haitian: Spritzgießtechnik, Automation und europäische Fertigung im Fokus
Feller Engineering: Neue Heißkanalregler für bis zu 480 Regelzonen
Engel: Neuer Fertigungsstandort in Serbien erweitert europäisches Produktionsnetzwerk
Alpla: Zwei neue Werke in İzmir und Adana erweitern Produktionskapazitäten in der Türkei
Mocom: Dirk Sadowski übernimmt CEO-Position
Kirkbi: Lego-Mutter mit deutlichem Ausbau der Kunststoff-Kreislaufwirtschaft
Meist gelesen, 10 Tage
Mocom: Dirk Sadowski übernimmt CEO-Position
Engel: Neuer Fertigungsstandort in Serbien erweitert europäisches Produktionsnetzwerk
Alpla: Zwei neue Werke in İzmir und Adana erweitern Produktionskapazitäten in der Türkei
Kirkbi: Lego-Mutter mit deutlichem Ausbau der Kunststoff-Kreislaufwirtschaft
Schütz: Neues IBC-Werk am BASF-Standort Ludwigshafen soll 2027 in Betrieb gehen
HA-WI Kunststoffe: Erweiterung des Maschinenparks um drei Spritzgießmaschinen
RDG Recycling Group: Aufbereitung von Kunststoffabfällen zu Mahlgütern und Regranulaten
Meist gelesen, 30 Tage
Billion: Strategische Partnerschaft mit Engel – Fokus künftig auf Service statt Neumaschinengeschäft
Dreher: Amis übernimmt insolventen Schneidmühlenhersteller
Krallmann: Übernahme der insolventen KLT Hummel Plastic
Schütz: Mehrheitsbeteiligung an Repack erweitert Rekonditionierungsnetzwerk in Italien
Aumovio: Geschäft für Scheibenwaschanlagen und Reinigungssysteme geht an Certina
Borouge: Roland Janssen übernimmt Leitung von Vertrieb und Marketing
Meist gelesen, 90 Tage
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
VBI Plastic: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Arburg: Übernahme der Stork Plastics Machinery B.V.
Hess plastics: Neuaufstellung im Insolvenzverfahren - Strukturierter Investorenprozess eingeleitet
Covestro: Strategic investment program to expand global MDI capacity
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Experimentelle und simulative Analyse der Mischwirkung in Einschneckenextrudern
|