| 11.08.2026, 14:45 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die Chemie- und Kunststoffindustrie ist dauerhaft auf Kohlenstoff als Rohstoff angewiesen. Um fossile Quellen zu ersetzen, gewinnen Biomasse, CO₂-Nutzung und Recycling zunehmend an Bedeutung. Die Renewable Materials Conference vom 22. bis 24. September 2026 in Siegburg und online widmet sich den technologischen, wirtschaftlichen und politischen Voraussetzungen für diesen Wandel. Erneuerbarer Kohlenstoff statt fossiler Rohstoffe Der Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft erfordert unterschiedliche Strategien für verschiedene Industriezweige. Im Energiesektor können fossile Energieträger zunehmend durch Solar- und Windenergie, Batteriespeicher und Wasserstoff ersetzt werden. In der Chemie- und Kunststoffindustrie ist Kohlenstoff dagegen ein grundlegender Bestandteil vieler Produkte und Materialien. Die zentrale Aufgabe besteht deshalb darin, fossilen Kohlenstoff durch erneuerbare Quellen zu ersetzen. Dieser als Defossilisierung bezeichnete Ansatz umfasst insbesondere die Nutzung von Biomasse, CO₂ und Recyclingmaterialien als Kohlenstoffquellen. Dekarbonisierung und Defossilisierung ergänzen sich dabei: Während die Dekarbonisierung auf die Reduzierung fossiler Energieträger zielt, soll die Defossilisierung den fossilen Kohlenstoffanteil in chemischen Produkten und Materialien schrittweise zurückdrängen. Politische Rahmenbedingungen als wichtiger Faktor Zahlreiche Technologien und Materialien auf Basis erneuerbaren Kohlenstoffs sind bereits verfügbar oder befinden sich in der industriellen Entwicklung. Für eine breitere Markteinführung sind neben technischen Fortschritten geeignete regulatorische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen erforderlich. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem Fragen der Wettbewerbsfähigkeit neuer Rohstoff- und Technologiepfade, geeignete Marktinstrumente, Zertifizierungssysteme und die regulatorische Behandlung von erneuerbaren Materialien. Fachkonferenz mit 75 Vorträgen und 17 Workshops Diese Themen stehen im Zentrum der Renewable Materials Conference (RMC), die vom 22. bis 24. September 2026 in Siegburg bei Köln sowie online stattfindet. Veranstalter ist das nova-Institut. Unter dem Motto „Defossilisation through Innovation“ umfasst das Programm 75 Vorträge und 20 Podiumsdiskussionen. Hinzu kommt am ersten Konferenztag eine Abenddiskussion unter dem Titel „Quadruple System Shock as Catalysts for Industrial Transformation“. Inhaltliche Schwerpunkte sind unter anderem die Defossilisierung der chemischen Industrie, fossilfreie Kunststoffe, erneuerbarer Kohlenstoff, politische Rahmenbedingungen und biologischer Abbau. Workshops zu Technologie, Markt und Kreislaufwirtschaft Das Konferenzprogramm wird durch 17 interaktive Workshops ergänzt. Dafür stehen erstmals drei parallele Workshop-Räume zur Verfügung. Behandelt werden Themen aus Technologie, Marktentwicklung und Regulierung sowie marktorientierte Instrumente, Zertifizierung, Ligninverwertung und Kreislaufwirtschaft. Weitere Workshops befassen sich mit dem biologischen Abbau von Kunststoffen in der Land- und Forstwirtschaft. Ausstellung und Networking Begleitend zur Konferenz sind 41 Ausstellungsstände auf zwei Etagen vorgesehen. Die Ausstellungsflächen befinden sich in unmittelbarer Nähe zu den Vortragssälen und dienen dem Austausch zwischen Material- und Technologieanbietern, potenziellen Kunden und Kooperationspartnern. Die Veranstalter erwarten 400 bis 500 Teilnehmende. Neben den Konferenzpausen stehen drei Abendveranstaltungen und mehrere Matchmaking-Räume für Gespräche zur Verfügung. Termine können über eine Matchmaking-Plattform vereinbart werden. Innovationspreis „Renewable Material of the Year 2026“ Ein weiterer Bestandteil der Konferenz ist der von Covestro unterstützte Innovationspreis „Renewable Material of the Year 2026“. Sechs nominierte Unternehmen stellen ihre Materialien oder Technologien in jeweils zehnminütigen Präsentationen vor. Anschließend entscheiden die Konferenzteilnehmenden per Abstimmung über die Platzierung. Veranstaltungstermin Die Renewable Materials Conference findet vom 22. bis 24. September 2026 in Siegburg bei Köln und online statt. Weitere Informationen: Programm: https://renewable-materials.eu/program/ Workshops: https://renewable-materials.eu/workshops/ Ausstellung: https://renewable-materials.eu/exhibitors/ Anmeldung: https://renewable-materials.eu/registration/ Weitere Informationen: renewable-materials.eu, nova-institut.de |
nova-Institut für politische und ökologische Innovation GmbH, Hürth
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