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11.09.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Wacker: Temperfreier Siliconkautschuk mit selbsthaftenden Eigenschaften

Wacker präsentiert auf der Fakuma 2026 erstmals "Elastosil LR 5471". Der Flüssigsiliconkautschuk ist selbsthaftend, wodurch sich Hart-Weich-Verbundbauteile sehr effizient herstellen lassen. Vulkanisate aus dem Produkt können zudem ohne aufwändige Nachbehandlung in der Medzintechnik oder in Bereichen mit Lebensmittelkontakt eingesetzt werden - (Bild: Wacker).
Wacker präsentiert auf der Fakuma 2026 erstmals "Elastosil LR 5471". Der Flüssigsiliconkautschuk ist selbsthaftend, wodurch sich Hart-Weich-Verbundbauteile sehr effizient herstellen lassen. Vulkanisate aus dem Produkt können zudem ohne aufwändige Nachbehandlung in der Medzintechnik oder in Bereichen mit Lebensmittelkontakt eingesetzt werden - (Bild: Wacker).
Wacker Chemie stellt auf der Fakuma 2026 den selbsthaftenden Flüssigsiliconkautschuk "Elastosil LR 5471" vor. Das additionsvernetzende Zweikomponentensystem ist für Hart-Weich-Verbundbauteile ausgelegt und soll nach der Vernetzung ohne nachträgliche thermische Behandlung in Anwendungen mit Lebensmittelkontakt, in der Medizintechnik und in der Säuglingspflege eingesetzt werden können.

Der Werkstoff enthält interne Haftvermittler und haftet laut Anbieter auf verschiedenen Metallen sowie auf thermoplastischen Kunststoffen. In internen Prüfungen wurde auf Polybutylenterephthalat (PBT) nach ISO 813 eine Haftung von 28 N/mm ermittelt. Auch auf Polyethylenterephthalat (PET) wurden vergleichbare Haftungswerte erzielt. Dadurch lässt sich die Hartkomponente im Spritzgießprozess ohne zusätzliche Oberflächenvorbehandlung mit dem Flüssigsiliconkautschuk überspritzen. Das Material ist damit insbesondere für Thermoplast-Siliconelastomer- und Metall-Siliconelastomer-Verbundbauteile sowie für Co-Molding-Verfahren vorgesehen.

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Ein Schwerpunkt der Entwicklung liegt auf dem niedrigen Gehalt flüchtiger Bestandteile. Herkömmliche Flüssigsiliconkautschuke für sensible Anwendungen müssen nach der Vernetzung häufig mehrere Stunden im Temperofen behandelt werden, um flüchtige Bestandteile zu reduzieren. Bei "Elastosil LR 5471" soll dieser Schritt aufgrund eines zusätzlichen Verarbeitungsschritts während der Herstellung entfallen. Nach Angaben von Wacker liegt der spezifizierte Flüchtigengehalt des vernetzten Silicons bei unter 0,4 Prozent. Grundlage sind Messungen nach der Methode des Bundesinstituts für Risikobewertung an zwei Millimeter dicken Prüfplatten nach vier Stunden bei 200°C.

Damit erfüllt das Material laut Hersteller die einschlägige BfR-Empfehlung für Silicone im Lebensmittelkontakt auch ohne nachträgliches Tempern. Wacker nennt darüber hinaus regulatorische Anforderungen für Lebensmittelkontakt- und Babycare-Anwendungen als Einsatzrahmen.

Auch die mechanischen Eigenschaften wurden auf den Einsatz ohne Nachtempern abgestimmt. Ungetemperte Vulkanisate erreichen eine Reißdehnung von 570 Prozent und eine Weiterreißfestigkeit von 38 N/mm nach ASTM D 624 B. Als mögliche Anwendungen nennt Wacker unter anderem Dichtungen und flexible Schaber für Kochgeschirr und Küchenutensilien, Auflagen für medizinische Masken und Therapiegeräte sowie Weichkomponenten für Schnuller und Babysauger.

"Elastosil LR 5471" ist in den Härtegraden 40 und 50 Shore A erhältlich. Das Material ist vor allem für die Großserienfertigung umspritzter Thermoplast-Elastomer-Bauteile sowie für Co-Molding-Prozesse ausgelegt.

Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle A6, Stand 6212

Weitere Informationen: www.wacker.com

Wacker Chemie AG, München

» insgesamt 118 News über "Wacker" im News-Archiv gefunden

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