| 09.10.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der TecPart - Verband Technische Kunststoff-Produkte e.V. organisiert auf der Fakuma 2026 erneut einen Gemeinschaftsstand für Unternehmen aus der Kunststoffverarbeitung und angrenzenden Bereichen. Nach aktuell veröffentlichten Angaben des Verbandes beteiligen sich 23 Mitaussteller an der rund 300 Quadratmeter großen Gemeinschaftsfläche in Halle A5. Damit handelt es sich um die bislang größte Gemeinschaftsbeteiligung des Verbandes auf der Fakuma.Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht ein gemeinsames Demonstrationsprojekt von Engel, Adoma, Neidhardt Rohstoff und Polytives zum Einsatz von Rezyklaten in der Kunststoffverarbeitung. Auf dem Gemeinschaftsstand werden Kunststoffbecher aus aufbereitetem Styrol-Acrylnitril-Copolymer (SAN) im Spritzgießverfahren produziert. Das Projekt bildet mehrere Stufen der Wertschöpfungskette ab: Bereitstellung und Aufbereitung des Ausgangsmaterials, Additivierung, Compoundierung, Werkzeugtechnik und Spritzgießverarbeitung. SAN-Mahlgut aus internem Produktionskreislauf Ausgangspunkt ist sortenreines SAN-Mahlgut aus dem internen Produktionskreislauf von Adoma. Das Unternehmen stellt außerdem das Spritzgießwerkzeug für die Becherproduktion zur Verfügung. Nach Angaben der Projektpartner stammt das Mahlgut aus Produktionsabfällen und ist für den vorgesehenen Einsatz in Lebensmittelbedarfsgegenständen geeignet. Neidhardt Rohstoff bereitet das Mahlgut am Produktionsstandort Isseroda auf. Dabei wird das Material regranuliert und compoundiert. Während der Aufbereitung wird es eingefärbt und mit einem polymerbasierten Prozessadditiv von Polytives modifiziert. Ziel der Additivierung ist es, Homogenität und Fließverhalten des Rezyklats für den vorgesehenen Spritzgießprozess zu verbessern. Das eingesetzte Prozessadditiv ist nach Angaben von Polytives PFAS- und silikonfrei sowie migrationsstabil. Live-Produktion auf holmloser Spritzgießmaschine Für die Live-Produktion stellt Engel eine holmlose Spritzgießmaschine des Typs "victory 320/80 tech" bereit. Die Maschinenbaureihe ist für eine flexible Werkzeug- und Automatisierungsintegration ausgelegt. Im Projekt soll sie zeigen, dass das aufbereitete SAN-Rezyklat unter realen Produktionsbedingungen in einem stabilen und reproduzierbaren Prozess verarbeitet werden kann. Der technische Schwerpunkt liegt damit nicht allein auf dem Einsatz eines Rezyklats, sondern auf der Abstimmung von Ausgangsmaterial, Werkstoffaufbereitung, Additivierung, Werkzeug und Prozessführung. Das Projekt soll demonstrieren, dass für eine Kreislaufführung neben der Verfügbarkeit eines geeigneten Rezyklats auch definierte Materialeigenschaften und verlässliche Verarbeitungsbedingungen erforderlich sind. Einbindung in die Schülertour Das Becherprojekt ist während der Fakuma 2026 auch Bestandteil der Schülertour von PlasticsEurope am Freitag, 16. Oktober. TecPart unterstützt das Format und nutzt die Live-Produktion, um die einzelnen Verarbeitungsschritte vom Mahlgut über Compoundierung und Additivierung bis zum fertigen Spritzgussteil zu veranschaulichen. Der TecPart-Gemeinschaftsstand "Forum der Kunststoffprodukte" befindet sich in Halle A5 auf den Standflächen 5104, 5105 und 5106. Fakuma 2026, Friedrichshafen 12.-16. Oktober 2026, Halle A5, Stand 5104 + 5105 + 5106 Weitere Informationen: |
TecPart – Verband Technische Kunststoff-Produkte e.V., Frankfurt am Main
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