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15.10.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Fakuma 2026: Round-Table erörtert KI, Recycling und regulatorische Hürden

Auf dem Round Table der Fakuma 2026 haben Vertreter der Kunststoffverarbeitung, des Maschinenbaus, der Recyclingtechnik und von Verbänden am 13. Oktober 2026 über die Resilienz der europäischen Kunststoffindustrie diskutiert. Im Mittelpunkt standen die Nutzung technologischer Kompetenzen, effizientere Fertigungsprozesse, der Einsatz von Rezyklaten sowie regulatorische Anforderungen und der Fachkräftemangel.

Die von Markus Lüling, Geschäftsführer des Kunststoff-Profi Verlags und Chefredakteur der Fachzeitschriften "K-Profi" und "K-Aktuell", moderierte Runde stand unter dem Motto "Die Stärken stärken – Wie festigt die europäische Kunststoffindustrie ihre Resilienz?". Teilgenommen haben Eva Söhnlein, Geschäftsführerin der Geiger Gruppe, Dr. Johannes Kilian, Vice President Process and Application Technology bei Engel Austria, Günther Klammer, Chief Technology Officer der Next Generation Holding, und Michael Weigelt, Geschäftsführer von TecPart – Verband Technische Kunststoff-Produkte.

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Digitalisierung und effizientere Konstruktion
Als vorhandene Stärken der europäischen Kunststoffindustrie nannten die Teilnehmer die Vielfalt der Verfahren und Anwendungen, technologisches Know-how, Recyclingkompetenz und durchgängige Prozessketten. Eva Söhnlein sprach sich dafür aus, diese Fähigkeiten gegenüber Kunden und Partnern sichtbarer zu machen, unter anderem über Fachmessen. Dr. Johannes Kilian verwies auf den Nutzen von KI-Anwendungen für die Prozessoptimierung und die Beherrschung komplexer Fertigungsabläufe.

Zudem wurde diskutiert, ob besonders enge Bauteiltoleranzen und überdimensionierte Konstruktionen in allen Fällen technisch erforderlich sind. Eine bedarfsgerechte Auslegung könne Materialeinsatz und Kosten reduzieren und damit betriebliche Handlungsspielräume erweitern.

Regulierung und Recycling
Michael Weigelt betonte die Rolle der Branchenverbände bei der Vertretung industrieller Interessen. Unternehmen sollten vorhandene Beteiligungsmöglichkeiten bei Normung und Regulierung stärker nutzen, um zusätzliche bürokratische Anforderungen zu begrenzen.

Im Bereich des Kunststoffrecyclings verwies die Runde auf gewachsene Fachkenntnisse bei der Aufbereitung und Verarbeitung von Rezyklaten. Hemmnisse seien weiterhin das begrenzte Materialangebot, teilweise höhere Herstellkosten gegenüber Neuware sowie Vorbehalte hinsichtlich der Qualität und Gestaltung rezyklathaltiger Produkte. Als Ansatz wurde die gezielte Entwicklung von Bauteilen für den Rezyklateinsatz genannt.

Fachkräftenachwuchs als strukturelle Herausforderung
Weiteres Thema war der Mangel an Nachwuchskräften sowohl in gewerblich-technischen Berufen als auch an Hochschulen. Nach Einschätzung der Diskussionsteilnehmer beeinträchtigt dies die Innovationsfähigkeit der Branche. Entsprechend wurde eine stärkere Nachwuchsgewinnung und eine sachliche Vermittlung der technischen Einsatzmöglichkeiten von Kunststoffen als erforderlich angesehen.

Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026

Weitere Informationen: www.fakuma-messe.de, www.schall-messen.de

P.E. Schall GmbH & Co. KG Messeunternehmen, Frickenhausen

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