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16.10.2026, 09:28 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

UPM: Bioraffinerie für holzbasierte Chemierohstoffe in Leuna eröffnet

Der finnische Konzern UPM hat am 15. Oktober 2026 seine Bioraffinerie in Leuna, Sachsen-Anhalt, offiziell eröffnet. Die Anlage verarbeitet lignozellulosehaltige Biomasse, insbesondere Buchenholz aus Durchforstungsmaßnahmen und Sägewerksreste, zu biobasierten Chemierohstoffen. Mit einer Jahreskapazität von 220.000 Tonnen ist sie nach Unternehmensangaben die weltweit größte Anlage dieser Art. Das Investitionsvolumen beträgt 1,37 Milliarden Euro.

Rohstoffbasis und Produktionsverfahren
Das eingesetzte Holz stammt aus einem Umkreis von rund 200 Kilometern um den Standort. Verarbeitet werden nach Angaben von UPM überwiegend Holzsortimente aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, die für höherwertige Verwendungen wie Bau- oder Möbelholz nicht geeignet sind. Mittels enzymatischer Hydrolyse wird die lignozellulosehaltige Biomasse in industrielle Zucker und Lignin aufgetrennt. Diese dienen als erneuerbare Ausgangsstoffe für die chemische Industrie und können in bestimmten Anwendungen fossile Rohstoffe ersetzen.

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Der Produktionshochlauf ist weiter vorangeschritten. Laut UPM laufen die enzymatische Hydrolyse und die Herstellung ligninbasierter Spezialchemikalien inzwischen stabil. Parallel dazu baut das Unternehmen den Absatz dieser Produkte aus. Ein Termin für das Erreichen der vollen Jahreskapazität wird in der Mitteilung nicht genannt.

Anwendungsfelder und strategische Einordnung
Die biobasierten Chemikalien sind für Anwendungen in Textilien, Verpackungen, Kosmetika, Baustoffen und Reifen vorgesehen. Für die Kunststoff- und Kautschukindustrie sind insbesondere erneuerbare chemische Ausgangsstoffe und ligninbasierte funktionelle Füllstoffe relevant. Die Anlage ist Teil des Geschäftsbereichs "UPM Next Generation Renewables", zu dem auch die Produktion erneuerbarer Kraftstoffe im finnischen Lappeenranta gehört.

Mit der Anlage in Leuna erweitert UPM seine industrielle Produktion holzbasierter Chemikalien. Damit sollen fossile Rohstoffe teilweise ersetzt und zusätzliche Lieferketten für erneuerbare Chemierohstoffe aufgebaut werden.

Weitere Informationen: www.upm.com, www.upmbiochemicals.com

UPM Biochemicals, Helsinki, Finnland

» insgesamt 7 News über "UPM Biochemicals" im News-Archiv gefunden

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