| 16.10.2026, 10:42 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das niederländische Unternehmen BioBTX hat sich für seine geplante chemische Recyclinganlage „Petra“ im Chemiepark Delfzijl eine Förderung in Höhe von 20,8 Mio. Euro aus dem EU-Innovationsfonds gesichert (siehe auch plasticker-News vom 14.08.2026). Wie das Unternehmen mitteilt, wurde eine entsprechende Fördervereinbarung mit der Europäischen Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA) unterzeichnet. Die Mittel stammen aus dem Förderprogramm „IF24 Net-Zero Technologies“ für mittelgroße Projekte. In der geplanten Anlage sollen jährlich rund 20.000 Tonnen gemischte Kunststoffabfälle verarbeitet werden, die sich nicht für das mechanische Recycling eignen. Daraus sollen etwa 10.000 Tonnen aromatenhaltiges Öl pro Jahr entstehen. Dieses enthält unter anderem Benzol, Toluol und Xylole (BTX), die als chemische Ausgangsstoffe beispielsweise für die Herstellung von Kunststoffen, Beschichtungen und weiteren chemischen Produkten eingesetzt werden können. Zum Einsatz kommt das von BioBTX entwickelte Verfahren „Integrated Catalytic Cracking Process“ (ICCP). Dabei werden Kunststoffabfälle zunächst unter Sauerstoffausschluss thermisch zersetzt. Die entstehenden Dämpfe werden anschließend katalytisch zu aromatischen Verbindungen aufbereitet. Nach Berechnungen des Unternehmens auf Grundlage der Methodik des EU-Innovationsfonds soll „Petra“ die Treibhausgasemissionen gegenüber der fossilen Aromatenproduktion und der Verbrennung der eingesetzten Kunststoffabfälle um 72 Prozent reduzieren. Über die ersten zehn Betriebsjahre könnten dadurch mehr als 517.000 Tonnen CO₂-Äquivalente vermieden werden. BioBTX hatte im Juli 2026 die endgültige Investitionsentscheidung für das Projekt getroffen. Die Inbetriebnahme ist nach bisherigen Planungen für 2028 vorgesehen. Am Standort Delfzijl sollen rund 35 direkte Arbeitsplätze entstehen. Weitere Informationen: biobtx.com, www.covestro.com |
BioBTX, Groningen, Niederlande
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