| 24.04.2008 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Deutsche Zulieferer sind stark im internationalen Wettbewerb: In 2007 stieg der Gesamtumsatz um 8,6 Prozent. Zugleich wurden 30.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Doch die Erwartungen an die Konjunturlage trüben sich. Sorge bereiten brutale Sparprogramme der Fahrzeugindustrie bei gleichzeitig steigenden Rohstoff- und Energiekosten. Die Unternehmen, die in der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ, www.argez.de) zusammengeschlossen sind, haben im abgelaufenen Jahr einen Umsatz von 215 Mrd. Euro erwirtschaften. Das ist ein Zuwachs von 8,6 Prozent im Vergleich zu 2006. Der direkte Auslandsanteil der Branchen stieg auf knapp 40 Prozent und zeigt die starke Position der deutschen Zulieferindustrie im internationalen Wettbewerb. 60 Prozent der gelieferten Waren verbleiben in der Eurozone. Derzeit ist nicht erkennbar, dass sich die bekannten Konjunkturrisiken bereits auf die Geschäftsentwicklung der Branche auswirken. Neben dem hohen Auftragsbestand spricht auch die Beschäftigtenentwicklung für ein weiteres Wachstum im laufenden Jahr. Die mittelständisch geprägten Unternehmen der ArGeZ haben im Jahr 2007 - ohne Berücksichtigung der ebenfalls gestiegenen Leiharbeit - 30.000 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Damit zählt die Branche inzwischen rund eine Million Beschäftigte. Dieser Zuwachs von 3,5 Prozent übertrifft deutlich den industriellen Durchschnitt, der bei plus 1,5 Prozent liegt. Mit den Kapazitätserweiterungen der vergangenen Jahre haben die Unternehmen in Deutschland das Potenzial für weiteres Wachstum geschaffen. Angesichts der aktuellen Auftragslage ist im Jahr 2008 eine Umsatzsausweitung um nochmals 4 Prozent möglich. Der Optimismus über die konjunkturellen Aussichten wird getrübt durch steigende Kosten bei Vormaterialien wie Stahl und Erdöl, Energie sowie Personal. Zusätzlich belastet der hohe Preisdruck seitens der Kunden die Ergebnisse der Unternehmen. Preis- und Kostendruck wirken mitunter erheblich und relativieren die positiven Wachstumskennzahlen. Das kommt auch im Geschäftsklimaindex der ArGeZ zum Ausdruck: Die Bewertung der aktuellen Lage fiel um 0,3 Punkte gedämpfter aus und die Zukunftserwartungen trübten sich noch stärker ein, sie verfehlten das Vormonatsniveau um 0,5 Punkte. Darin kommt die Sorge zum Ausdruck, die Belastungen auf der Rohstoff- und Energieseite nur ungenügend weitergeben zu können und dadurch in existenzielle Bedrängnis zu geraten. Die ArGeZ appelliert daher mit Nachdruck an die Partner auf den verschiedenen Wertschöpfungsstufen, d.h. konkret an die Vormateriallieferanten wie an die Großindustrie, die Schraube nicht zu überdrehen und den Mittelstand nicht ungewollt zu zerdrücken (Sandwichposition). Der Geschäftsklimaindex Zulieferindustrie wird von der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ) in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut, München, ermittelt. Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unternehmen und deckt die in der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie zusammengeschlossenen Branchen Gießerei-Industrie, Kunststoffverarbeitung, Stahl- und Metallverarbeitung, NE-Metall-Industrie, Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab. Über ArGeZ Die Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ) ist eine im Jahr 1993 von deutschen Wirtschaftsverbänden gegründete Interessengemeinschaft. Sie vertritt 9.000 Zulieferer mit einer Million Mitarbeitern und einem Umsatz von 215 Mrd. Euro (2007). Die ArGeZ hat das Ziel, die Belange der zumeist mittelständischen Zulieferfirmen in der Öffentlichkeit und Politik deutlich zu machen und diese gegenüber den Abnehmerbranchen zu vertreten. Mitgliedsverband der Kunststoffindustrie in der ArGeZ ist TecPart - Verband Technische Kunststoff-Produkte (www.tecpart.de) - Trägerverband des GKV (Frankfurt, www.gkv.de). |
Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie, Hagen
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