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02.10.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

BASF: Neue "Ultradur"-Compounds mit bis zu 30 Prozent Post-Consumer-PET für Automobilanwendungen

BASF erweitert sein Portfolio technischer Kunststoffe um neue glasfaserverstärkte PBT/PET-Compounds der Produktreihe "Ultradur RC1". Die Werkstoffe enthalten bis zu 30 Prozent Post-Consumer-Rezyklat und sind vor allem für strukturelle und technisch anspruchsvolle Anwendungen im Automobilbau vorgesehen. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Materialeigenschaften möglichst nahe an denen vergleichbarer Neuware-Typen liegen.

Post-Consumer-PET aus Verpackungsabfällen
Das Kürzel RC1 kennzeichnet bei den neuen Typen den Einsatz von Post-Consumer-Rezyklaten. Als Rezyklatquelle dient PET aus Verpackungsabfällen, das nicht in etablierte Bottle-to-Bottle-Recyclingströme zurückgeführt wird. BASF nutzt diesen Stoffstrom als Rohstoff für PBT/PET-Compounds und erschließt damit Material, das andernfalls teilweise energetisch verwertet würde.

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Die neuen Compounds sind glasfaserverstärkt und in mehreren Varianten mit unterschiedlichen Verstärkungsgraden vorgesehen. Im Mittelpunkt stehen mechanische Eigenschaften wie Festigkeit, Steifigkeit und Dimensionsstabilität sowie eine Verarbeitbarkeit, die den Einsatz in technisch anspruchsvollen Bauteilen ermöglicht.

Einsatz in strukturellen Automobilbauteilen
Als Anwendungsfelder nennt BASF unter anderem Halterungen, Gehäuse, Strukturkomponenten und Steckverbinder. Die Materialien richten sich damit an Anwendungen, bei denen mechanische Belastbarkeit und ein definierter Rezyklatanteil gleichzeitig gefordert sind.

Für Automobilhersteller und Zulieferer kann der Einsatz solcher Compounds insbesondere dort relevant sein, wo Vorgaben zum Rezyklateinsatz oder unternehmensinterne Ziele zur Verringerung vorgelagerter Emissionen umgesetzt werden sollen. BASF verweist in diesem Zusammenhang auf mögliche Beiträge zur Reduzierung von Scope-3.1-Emissionen. Die tatsächliche Klimawirkung hängt jedoch vom jeweiligen Materialvergleich, der Lieferkette und der konkreten Anwendung ab.

Einordnung in das Kreislaufwirtschaftsportfolio
Mit den neuen "Ultradur RC1"-Typen erweitert BASF sein Angebot an technischen Kunststoffen mit Rezyklatanteil. Technisch relevant ist vor allem die Nutzung von Post-Consumer-PET außerhalb etablierter Bottle-to-Bottle-Ströme sowie die Kombination dieses Rezyklats mit glasfaserverstärkten PBT/PET-Systemen für anspruchsvolle Automobilanwendungen.

BASF will die neuen Werkstoffe auf der Fakuma 2026 vorstellen. Ergänzend ist für den 19. November 2026 ein Webinar zu Materialeigenschaften, Verarbeitung und Einsatzmöglichkeiten angekündigt. Zur Registrierung: cloud.performancematerials.basf.com/UltradurRC.

Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle B4, Stand 4303

Weitere Informationen: basf.com

BASF SE, Ludwigshafen

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