| 15.10.2026, 14:44 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Covestro NV plant, ihre Polycarbonat-Produktion am belgischen Standort Antwerpen von vier auf eine Produktionslinie zu konzentrieren. Zugleich soll die Herstellung des Vorprodukts Bisphenol A (BPA) am Standort eingestellt werden. Von der vorgesehenen Umstrukturierung könnten bis zu 260 der rund 970 Beschäftigten betroffen sein. Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen. Struktureller Druck auf europäische Polycarbonat-Hersteller Das Unternehmen begründet die Pläne mit anhaltend schwierigen Marktbedingungen für Standard-Polycarbonate. Hohe Produktions- und Energiekosten in Europa, eine schwache Nachfrage und zunehmender internationaler Wettbewerb beeinträchtigten die Wirtschaftlichkeit der Produktion. Insbesondere Kapazitätserweiterungen in Asien hätten zu weltweiten Überkapazitäten geführt. Die Auslastung der Anlagen sei entsprechend gesunken und dürfte nach Einschätzung von Covestro auf absehbare Zeit niedrig bleiben. Am Standort Antwerpen verzeichnet Covestro NV nach eigenen Angaben seit 2022 steigende Verluste. Die bisherige Struktur der Polycarbonat-Produktion sei deshalb wirtschaftlich nicht mehr tragfähig. Die Maßnahmen sind Teil der Neuausrichtung des europäischen Produktionsportfolios. Spezialpolycarbonate und Anilin bleiben im Fokus Die künftig verbleibende Polycarbonat-Linie soll stärker auf Spezialwerkstoffe ausgerichtet werden. Dazu zählt das hochtemperaturbeständige Copolycarbonat "Apec". Der Großteil der übrigen Aktivitäten in Antwerpen soll unverändert fortgeführt werden. Dies betrifft insbesondere die Polyether-Produktion und das dortige Technologiezentrum, das an der Weiterentwicklung von Polycarbonat-Prozesstechnologien für den Konzern arbeitet. Die bereits angekündigte Investition in eine neue Anilin-Produktionsanlage will Covestro wie geplant fortsetzen. Der Standort soll damit weiterhin eine zentrale Rolle als Anilin-Produktionsstandort in Europa übernehmen. Konsultationsverfahren vor endgültiger Entscheidung Mögliche personelle Auswirkungen betreffen sowohl die Produktion als auch unterstützende Funktionen. Das Unternehmen hat das gesetzlich vorgeschriebene Informations- und Konsultationsverfahren mit den Arbeitnehmervertretern eingeleitet. Erst nach dessen Abschluss und der Prüfung der Ergebnisse soll über die Maßnahmen entschieden werden. Angaben zum Zeitpunkt einer möglichen Umsetzung machte Covestro nicht. Weitere Informationen: www.covestro.com |
Covestro AG, Leverkusen
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