| 22.10.2026, 08:55 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Ems-Gruppe hat ihren Nettoumsatz in den ersten neun Monaten 2026 auf 1,509 Mrd. CHF gesteigert. Im Vorjahreszeitraum waren es 1,491 Mrd. CHF. In lokalen Währungen lag das Umsatzplus bei 4,2 Prozent. Belastend wirkte sich der stärkere Schweizer Franken aus. Für das Gesamtjahr hebt das Unternehmen seine Umsatzprognose an und erwartet nun einen Nettoumsatz auf Vorjahresniveau. Die Prognose für das Betriebsergebnis (EBIT) bleibt unverändert bei einem Wert leicht über dem Vorjahr. Geschäftsentwicklung in schwierigem Marktumfeld Nach Angaben des Unternehmens blieb das wirtschaftliche Umfeld von geopolitischen Konflikten, Handelsbarrieren, höheren Energiekosten und einer verhaltenen Konsumstimmung geprägt. Hinzu kommt die Schwäche der weltweiten Automobilindustrie, eines für Hochleistungspolymere wichtigen Absatzmarktes. Der Schweizer Franken blieb zugleich stark und belastete die in Franken ausgewiesene Umsatzentwicklung. Regional zeigt sich ein uneinheitliches Bild. In Europa setzt sich die industrielle Restrukturierung fort, während sich das Wachstum in den USA und China vor allem auf den High-Tech-Sektor konzentriert. In den USA und Europa dämpft die Teuerung den Konsum. In China wirkt sich die anhaltende Immobilienkrise zusätzlich auf die lokale Nachfrage aus. Fokus auf Spezialitäten und margenstarke Anwendungen Ems konzentrierte sich im Berichtszeitraum auf Spezialitäten für technisch anspruchsvolle Anwendungen. Nach Unternehmensangaben trugen neue Projekte in allen Regionen sowie lokale Entwicklungspartnerschaften zum Wachstum bei. Gleichzeitig verbesserten Kostendisziplin, Preisanpassungen und der Produktmix die operative Profitabilität. Eine wichtige Rolle spielen Anwendungen, die auf Gewichts-, Energie- oder Gesamtkosteneinsparungen abzielen. Dazu zählen insbesondere Metallersatzlösungen und energieeffiziente Bauteile. Steigende Rohstoffkosten will das Unternehmen weiterhin durch zeitnahe Anpassungen der Verkaufspreise kompensieren. Entwicklungen für E-Mobilität, Robotik und Rechenzentren Neue Anwendungen adressieren unter anderem E-Mobilität, Robotik und Rechenzentren. Im Mittelpunkt stehen Werkstoff- und Bauteillösungen mit geringem Gewicht sowie hoher Robustheit und Formstabilität. Im Automobilbereich entwickelt Ems zudem Lackiertechnologien, die bei niedrigeren Temperaturen aushärten sollen. Dadurch können in Lackierprozessen Energie eingespart und, je nach Anwendung, auch Gewicht reduziert werden. Ausblick 2026 angehoben Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Ems nun einen Nettoumsatz auf Vorjahresniveau. Zuvor war das Unternehmen von einer schwächeren Entwicklung ausgegangen. Das EBIT soll weiterhin leicht über dem Vorjahreswert liegen. Entscheidend für die weitere Entwicklung bleiben die Wechselkursentwicklung, die Konsum- und Industrienachfrage sowie die weitere Erschließung margenstarker Spezialitäten in neuen Anwendungen und Regionen. Weitere Informationen: www.ems-group.com, www.emsgrivory.com |
EMS-Chemie Holding AG, Herrliberg und Domat/Ems, Schweiz
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