| 02.02.2015, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
Steigende Anforderungen an Produktionsgeschwindigkeit und -flexibilität stellen herkömmliche Einschneckenextruder zunehmend vor Herausforderungen. Die Forderung nach gegendruckunabhängiger Durchsatzleistung bei gleichzeitig hoher Schmelzequalität ist besonders anspruchsvoll, da die geringen mittleren Verweilzeiten die Mischleistung beeinträchtigen. Um eine konstant hohe Produktqualität extrudierter Kunststoffprodukte, wie z.B. Folien, zu gewährleisten, muss eine gleichmäßige Temperatur und eine sehr gute Verteilung von Zusatzstoffen in der Schmelze sichergestellt werden.Aufgrund ihrer hohen Ausstoßleistung sind vor allem sogenannte Schnellläufer von hohem wirtschaftlichem Interesse. Bisherige Auslegungsansätze für Schnecken und Zylinder stoßen hier allerdings an ihre Grenzen. Die o.g. Schwierigkeiten sind bei Schnellläufern wegen der hohen Produktionsgeschwindigkeit besonders kritisch. Zur Verbesserung der Produktqualität bei hohen Durchsätzen und kompakter Anlagengröße werden am IKT Simulationen und experimentelle Untersuchungen an schnelllaufenden Einschneckenextrudern mit wendelgenuteter Aufschmelzzone durchgeführt. Mithilfe neuer analytischer und numerischer Modelle zur Auslegung von Einzugs-, Aufschmelz- und Mischzone in Kombination mit der 3D-Simulation von Extrusionswerkzeugen soll hiermit der vollständige Extruder hinsichtlich heutiger Anforderungen optimiert werden können. Der am IKT vorhandene Schnellläufer (Ø35 mm x 34D) mit wendelgenutetem Plastifizierzylinder in Kombination mit einer Barriereschnecke weist den Angaben zufolge zahlreiche wirtschaftliche und verfahrenstechnische Vorteile gegenüber herkömmlichen Anlagen auf. Im Gegensatz zu Nutbuchsenextrudern komme es auch in der Aufschmelzzone noch zu einer Förderwirkung sowie einem Materialtransport in den Nuten. Dies führe zu höheren Durchsätzen und einer gleichmäßigeren Förderwirksamkeit über der Zylinderlänge, so dass Druckspitzen im Einzugsbereich vermieden würden und keine aktive Einzugskühlung erforderlich sei. Das veränderte Aufschmelzprinzip erwirke eine bis zu 30 % höhere Energieeffizienz sowie schonendere Aufschmelzung. Unter Berücksichtigung dieses besonderen Förder- und Aufschmelzverhaltens können die analytischen und numerischen Auslegungsmodelle auf diese Verhältnisse zugeschnitten sowie experimentell überprüft und angepasst werden. Eine ausreichende Extrudatqualität wird laut IKT vor allem durch den Einsatz geeigneter Mischteile möglich. Um den hohen Anforderungen an die Schmelzequalität gerecht zu werden, werden am IKT Mischteile hinsichtlich der Kriterien Druckabfall, Massetemperatur und Homogenität untersucht. Um Mischergeometrien weiter zu optimieren, sei es sinnvoll, Mischer und deren Mischverhalten mittels Particle-Tracking-Simulation zu simulieren. Hierzu wurde am IKT ein neuer Ansatz entwickelt, welcher bei gegebener Mischergeometrie das Mischergebnis vorhersagen soll. Diese und weitere aktuelle Forschungsaktivitäten werden im Rahmen des 24. Stuttgarter Kunststoffkolloquiums vorgestellt. Weitere Informationen: www.stuttgarter-kunststoffkolloquium.de, www.ikt.uni-stuttgart.de 24. Stuttgarter Kunststoffkolloquium, 25.-26. Februar 2015, Stuttgart |
Universität Stuttgart, Institut für Kunststofftechnik (IKT), Stuttgart
» insgesamt 144 News über "IKT" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Feller Engineering: Neue Heißkanalregler für bis zu 480 Regelzonen
Engel: Neuer Fertigungsstandort in Serbien erweitert europäisches Produktionsnetzwerk
Alpla: Zwei neue Werke in İzmir und Adana erweitern Produktionskapazitäten in der Türkei
Mocom: Dirk Sadowski übernimmt CEO-Position
Kirkbi: Lego-Mutter mit deutlichem Ausbau der Kunststoff-Kreislaufwirtschaft
Meist gelesen, 10 Tage
Arburg: Mikro-Spritzgießen filigraner 0,002-Gramm-Bauteile
Mocom: Dirk Sadowski übernimmt CEO-Position
Engel: Neuer Fertigungsstandort in Serbien erweitert europäisches Produktionsnetzwerk
Alpla: Zwei neue Werke in İzmir und Adana erweitern Produktionskapazitäten in der Türkei
Kirkbi: Lego-Mutter mit deutlichem Ausbau der Kunststoff-Kreislaufwirtschaft
Schütz: Neues IBC-Werk am BASF-Standort Ludwigshafen soll 2027 in Betrieb gehen
WIS Kunststoffe: Europa-konformes rPP-PCR für Lebensmittelanwendungen
Meist gelesen, 30 Tage
Billion: Strategische Partnerschaft mit Engel – Fokus künftig auf Service statt Neumaschinengeschäft
Dreher: Amis übernimmt insolventen Schneidmühlenhersteller
Krallmann: Übernahme der insolventen KLT Hummel Plastic
Schütz: Mehrheitsbeteiligung an Repack erweitert Rekonditionierungsnetzwerk in Italien
Aumovio: Geschäft für Scheibenwaschanlagen und Reinigungssysteme geht an Certina
Borouge: Roland Janssen übernimmt Leitung von Vertrieb und Marketing
Meist gelesen, 90 Tage
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
VBI Plastic: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Arburg: Übernahme der Stork Plastics Machinery B.V.
Hess plastics: Neuaufstellung im Insolvenzverfahren - Strukturierter Investorenprozess eingeleitet
Covestro: Strategic investment program to expand global MDI capacity
Neue und gebrauchte Maschinen & Anlagen finden Sie in der großen Maschinenbörse.
Kostenfreie Nutzung aller Börsen! Registrieren Sie sich jetzt!
| Physikalischer Schaumspritzguss - Grundlagen für den industriellen Leichtbau
|