| 27.08.2010 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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![]() Marcel Köber, Technischer Angestellter der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung, arbeitet an der neuen Mikrospritzgießanlage, die es deutschlandweit bisher nur in Chemnitz gibt. Damit lassen sich verschiedene thermoplastische Kunststoffe in einem einzigen Verfahrensschritt zu komplexen Hybridbauteilen verarbeiten - ohne aufwändige Montageprozesse. (Foto: Wolfgang Thieme) In unmittelbarer Nähe des Smart Systems Campus werden im Zentrum für Integrative Leichtbautechnologien (ZIL) der TU Chemnitz neue Spritzgießtechnologien für Hochleistungsbauteile mit Textilverstärkung oder mit komplexen Funktions- und Elektronikkomponenten entwickelt und in die Industrie transferiert. Im ZIL nutzen die Forscher dazu moderne Anlagen zur Herstellung so genannter intelligenter Werkstoffe und Bauteile vom Mikro- bis zum Makroniveau. Wesentliches Ziel der Forscher um Prof. Dr. Lothar Kroll, Inhaber der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung (SLK), ist es hier, gemeinsam mit Unternehmen der Kunststoffverarbeitung und Forschungsinstituten energieeffiziente Fertigungsstrategien und Leichtbau-Produktanwendungen zu entwickeln. Wichtiger Kooperationspartner ist seit 2007 die KraussMaffei AG, mit der die TU vor allem neue Verfahren für die Verarbeitung von faserverstärkten Kunststoffen entwickelt. Darüber hinaus wurden auf verwandten Forschungsgebieten Kooperationsverträge mit den österreichischen Firmen ENGEL AUSTRIA GmbH und Wittmann Battenfeld GmbH geschlossen, heißt es in einer Mitteilung der TU Chemnitz. Wissenschaftler der Professur SLK forschen in zahlreichen Projekten etwa des Bundesforschungsministeriums, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und in der Landesexzellenzinitiative "Energieeffiziente Produkt- und Prozessinnovationen in der Produktionstechnik". Die LSE Lightweight Structures Engineering GmbH, eine Ausgründung der Professur SLK, bietet auf dem Smart Systems Campus im Start-up-Gebäude die komplette Wertschöpfungskette an, von der Berechnung über die Simulation bis hin zu fertigen aktiven Faserverbundbauteilen. ![]() Innovation zwischen Daumen und Zeigefinger: In der Mikrospritzgießanlage lassen sich derartige Zweikomponenten-Mikropräzisionsbauteile herstellen. An diesen Probekörpern werden anschließend im Zugversuch Materialeigenschaften untersucht. (Foto: Wolfgang Thieme) "Durch das neue Mikrospritzgießsystem kann die Professur SLK in Kombination mit der vorhandenen Anlagentechnik, wie Laborcompoundern und Handlingssystemen, eine Mikrofertigungskette von der Polymermodifikation bis zum fertigen funktionsintegrierten Mikrobauteil aufbauen. Diese durchgängige Prozesskette lässt etwa die Integration von neuen Mikrofasern und Modifikatoren in den Kunststoff zu, um Mikrospritzgießbauteile mit verbesserten Eigenschaftscharakteristiken herzustellen.", sagt Kroll. Weitere Informationen: www.leichtbau.tu-chemnitz.de, www.tu-chemnitz.de |
Technische Universität Chemnitz, Chemnitz
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