| 02.09.2010 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() ![]() Arburg-Chef Michael Hehl will das Unternehmen zur K einmal mehr als Vorreiter in der Spritzgießtechnik positionieren. Als zweite Premiere wird der in Hybridtechnik aufgabaute Allrounder 920 H vorgestellt, der über eine neu konzipierte servoelektrische Kniehebel-Schließeinheit und 5.000 kN Schließkraft verfügt. Die Erweiterung der Hidrive-Baureihe nach oben soll vor allem durch schnelle und präzise Fahrbewegungen überzeugen. Kombiniert ist das Exponat mit einer hydraulischen Spritzeinheit der Größe 4600 sowie adaptiver Hydraulikspeichertechnik. Auf der Maschine wird laut Ankündigung eine technische Anwendung aus dem Verpackungsbereich mit anspruchsvollen Werkzeugfeatures wie Einfallkernen und multipler Schieberentformung laufen. Auf weiteren Maschinen und in speziellen Fertigungszellen werden am Messestand schnelllaufende Verpackungsanwendungen aus dem Bereich Inmould-Labeling, Mehrkomponenten-Spritzgießen unter anderem von Flüssigsilikon und Thermoplast, die Produktion eines Medizintechnikteils sowie Mikrospritzgießen mit dem neuen Mikrospritzmodul von Arburg gezeigt, das eine 8-mm Schnecke zum Einspritzen mit einer zweiten Schnecke zum Aufschmelzen des Materials kombiniert. Das flexible und automatische Umspritzen von Kabeln auf einem vertikalen Allrounder 375 V und einem Kuka-Sechs-Achs-Roboter ist auf einer Selogica-Bedienoberfläche abgebildet. Der Spritzgießer könne die Roboterbewegungen damit selbstständig programmieren, Rüst- und Schulungsaufwand seien deutlich geringer und Zykluszeiten reduzieren sich. Das manuelle Vorbereiten und Einlegen der Kabel entfällt in dieser Anwendung. Die Kabel werden als biegeschlaffe Teile in mehrere Kavitäten an jeweils frei wählbaren Positionen eingelegt. Die Länge der Kabelschlaufen lässt sich ohne Limits festlegen. Als anwendungstechnisches Highlight ist die Produktion eines Drehwinkelsensors als Drei-Komponenten-Bauteil mit eingelegtem Magnetsensor auf einem Allrounder 370 S mit 700 kN Schließkraft und drei Spritzeinheiten der Größen 70, 70 und 30 vorgesehen. Das Bauteilkonzept wurde von der Oechsler AG in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Kunststofftechnik der Uni Erlangen entwickelt. Das von Oechsler konzipierte und gebaute Spritzgießwerkzeug zeigt das Montage-Spritzgießen. Die Zuführung des Magnetsensors ins Werkzeug, die Teileentnahme sowie die Funktionsprüfung übernimmt ein Multilift V-Robot in Längsaufbau. Technisch hochinteressant wird diese Anwendung auch durch die Magnetisierung des spritzgegossenen Magnets im Werkzeug. Eine Selogica-Steuerung dient der zentralen Programmierung der Spritzgieß- und Handhabungsvorgänge. Ein elektrischer Allrounder 720 A mit 3.200 kN Schließkraft und Spritzeinheiten der Größen 800 und 290 ist mit einem 12-fach-Werkzeug von Zahoransky ausgestattet. Produziert werden Kerne und Griffe für Zahnbürsten unter Verwendung der SCPS- oder Paternoster-Technologie. Dabei werden die Formeinsätze vertikal rollierend durch das Werkzeug geführt. Vorteile sind die zentrale Krafteinleitung, was die Qualität der Teile und Zykluszeiten positiv beeinflusst, sowie die kompakte Bauform des Werkzeugs. Darüber hinaus überzeugt das Werkzeug durch seine hohe Flexibilität, da das Einlegen von Teilen und das Entnehmen der fertigen Artikel bei geschlossener Form möglich ist. Dies bringt kürzere Zykluszeiten. Weitere Informationen: www.arburg.com K 2010, 27.10.–3.11.2010, Düsseldorf, Halle 13, Stand A13 |
Arburg GmbH + Co KG, Lossburg
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