Plasticker-News

Anzeige

03.06.2019, 13:27 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten Optionen:       

LWB-Steinl: Naturfaser-Compoundierer Naftex wird Teil der Gruppe

Das Biofibre-Naftex-Führungsteam, v.l.n.r.: Naf­tex-Gründer Rainer Koopmann, LWB-GF Reinhard Danzer, Kristin Koopmann, Biofibre-CEO Christoph Glammert, Daniel Koopmann - (Bilder: Naftex).
Das Biofibre-Naftex-Führungsteam, v.l.n.r.: Naf­tex-Gründer Rainer Koopmann, LWB-GF Reinhard Danzer, Kristin Koopmann, Biofibre-CEO Christoph Glammert, Daniel Koopmann - (Bilder: Naftex).
Der zur bayerischen Steinl-Firmengruppe gehörende Naturfasercompound-Hersteller Biofibre mit Sitz in Altdorf bei Landshut hat zum 1. Juni 2019 einen 80-Prozent-Anteil am niedersächsischen Naturfaser-Compoundierer und WPC-Profilhersteller Naftex übernommen. LWB-Steinl stärkt damit seine Biomaterial-Sparte und Biofibre baut seine Erzeugungskapazitäten für Naturfaserwerkstoffe aus. Finanzielle Details werden nicht genannt.

Die Steinl-Firmengruppe besteht aktuell aus acht Unternehmen, die in vier Sparten unterteilt sind. Die größte Sparte ist der Maschinenbau, bestehend aus dem LWB-Elastomer-Spritzgießmaschinenbau, dem Förderband-Vulkanisiermaschinen-Hersteller Vulctech, der LWB-Automation, dem Batch-off-Kühlanlagenhersteller Prodicon Ind. Srl und dem Spritzgießmaschinenbau URP (United Rubber & Plastic Machinery Ltd in Langfang, China. In der Stanztechnik-Sparte werden von der STG-Carrier GmbH Metallgerüstbänder für Automobil-Dichtungsprofile hergestellt. Die dritte Sparte ist Dicht- und Klebetechnik mit der Dreibond GmbH, einem Hersteller von Klebstoff-Systemen und der dafür notwendigen Applikationstechnik. Die vierte Sparte ist die Biomaterialerzeugung mit dem Unternehmen Biofibre, das nunmehr mit der Übernahme der Naftex GmbH im Wiesmoor, Niedersachsen, seine Erzeugungskapazitäten deutlich ausbaut.

Anzeige

Die Biofibre GmbH mit Sitz in Altdorf/Landshut entwickelt, produziert und vertreibt naturfaserverstärkte Bio-Werkstoffe, die mit Standard-Verfahrenstechniken, wie Spritzgießen und Extrudieren zu Endprodukten weiterverarbeitet werden können. Zur Herstellung der Biofibre-Materialien werden primär nachwachsende Rohstoffe eingesetzt, die nicht im Wettbewerb zur Lebensmittelproduktion stehen.

Doppelkammerprofil aus 70 Prozent Holzfasern mit 30 Prozent HD-PE als Beispiel aus dem Naftex-Erzeugungsprogramm.
Doppelkammerprofil aus 70 Prozent Holzfasern mit 30 Prozent HD-PE als Beispiel aus dem Naftex-Erzeugungsprogramm.
Rohrprofil aus 60 Prozent Hanffaser mit 40 Prozent Polypropylen als Beispiel aus dem Naftex-Erzeugungsprogramm.
Rohrprofil aus 60 Prozent Hanffaser mit 40 Prozent Polypropylen als Beispiel aus dem Naftex-Erzeugungsprogramm.
Die niedersächsische Naftex ist ein Familienunternehmen, das auf die Herstellung von hochwertigen Naturfaser/Kunststoff-Granulaten und die Extrusion von WPC-Profilen mit Querschnittmaßen von bis zu 250 mm x 250 mm spezialisiert ist.

Für beide Unternehmen ist die nun beschlossene Allianz der nächste Schritt in einer bereits seit längerem bestehenden Zusammenarbeit, die von Biofibre zum Ausbau der eigenen Produktionskapazität gesucht wurde. Der Antrieb dafür war die rasch wachsende Nachfrage nach einem preisgekrönten Biofibre-Produkt, dem „Biofibre Eco Spacer“. Dabei handelt es sich um ein Biomaterial-Granulat in Tablettenform, das durch seine hohe Druckfestigkeit als Puffermaterial zwischen gestapelten Lagen von Betonelementen oder Fliesenplatten beim Palettentransport eingesetzt wird, um ein Verkratzen der Oberflächen zu verhindern. Es ist die Natur-kompatible Alternative zum früher eingesetzten Polyethylen-Granulat, das bei nicht fachgerechter Entsorgung zur Umweltbelastung (Mikroplastik) werden kann. Mit dem Ersatz der Jahresverbrauchsmenge von mehr als 500 Tonnen durch die biokompatible Alternative leistet die deutsche Betonindustrie einen wertvollen Beitrag zur Reduktion der Umweltbelastung durch Kunststoffabfälle und deren Zerfallsprodukte.

Beide Unternehmen werden auf dem Markt weiter mit ihren bestehenden Markennamen auftreten. Dazu Biofibre-CEO Christoph Glammert: „Die Naftex-Gründerfamilie (Rainer, Daniel sowie Kristin Koopmann) bleibt weiterhin mit an Bord. Gemeinsam werden wir den Vertriebsbereich und die Produktentwicklung forcieren, sowie die Naftex-Produktionskapazitäten ausbauen. Durch die Allianz können beide Unternehmen ihre Stärken noch besser ausspielen. Biofibre bei Biokunststoff-Compounds und Naftex bei Naturfaser/Kunststoff-Compounds und den daraus gefertigten Extrusionsprodukten, beispielsweise Terrassenprofile, Uferbefestigungssysteme oder Leitplanken und Rohre.“

Auf der K 2019 wollen die nun verbundenen Unternehmen ihre neuen Möglichkeiten auf einem Gemeinschaftsstand mit LWB-Steinl in Halle 14, Stand A68 präsentieren.

Weitere Informationen: www.lwb.de.com, www.naftex.de

K 2019, 16.-23.10.2019, Düsseldorf, Halle 14, Stand A68

LWB-Steinl GmbH & Co KG, Altdorf

  insgesamt 14 News über "LWB-Steinl" im News-Archiv gefunden

Anzeige

Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!


  zurück zum Seitenanfang


Premium-Partner
Top News / Meist gelesen
Apps für die Kunststoffbranche
plasticker Newsletter
Wir informieren Sie schnell, umfassend und kostenlos über das, was in der Branche passiert.

Jetzt anmelden!

Machen Sie Ihre Reste zu Geld!
Sie haben Neuware-Restmengen, Mahlgüter oder Produktionsabfälle?

Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.

Für Ihre ausrangierten Maschinen und Anlagen finden Sie Abnehmer in der Maschinenbörse.
Aktuelle Rohstoffpreise
Preise von Angeboten
in der Rohstoffbörse
PE-HD Granulat [€/kg]
Handelsvertreter-Börse
Benötigen Sie für Ihre Produkte und Dienstleistungen Vertriebspartner im In- und Ausland?
Oder können Sie selbst eine Vertretung anbieten?
Hier finden Sie das optimale Umfeld!

4 Anfragen von Unternehmen
2 Anfragen von Handelsvertretern

Eigene Anfragen kostenfrei inserieren

Deutsches Kunststoff Museum
Das Exponat des Tages

Neue Fachbücher
Spritzgussteile konstruieren für Praktiker

Das Fachbuch "Spritzgussteile konstruieren für Praktiker" schafft einen neuen Blickwinkel auf die Konstruktion von Kunststoffbauteilen. [mehr]