| 08.08.2024, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der deutsche Chemie- und Pharmakonzern Merck verkauft seinen Geschäftsbereich Surface Solutions an das chinesische Unternehmen Global New Material International (GNMI). Laut Pressemitteilung wurde Ende Juli eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Demnach übernehmen die Chinesen die Konzernsparte für 665 Mio. Euro in bar. Der Abschluss der Transaktion wird vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen im Laufe des kommenden Jahres erwartet. Den Nettoerlös aus der Veräußerung will Merck zur Stärkung der strategischen Kerngeschäfte nutzen. Die Konzernsparte Surface Solutions entwickelt und produziert Pigmentlösungen für Beschichtungen, Kunststoffanwendungen, Kosmetika und Anwendungen in weiteren Industriezweigen. Der Bereich umfasst Produktionsstätten am deutschen Standort Gernsheim, in Onahama in Japan und in Savannah im US-Bundesstaat Georgia mit insgesamt etwa 1.200 Beschäftigten. Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete Surface Solutions einen Umsatz von rund 411 Mio. Euro. Merck-Chefin Belén Garijo erklärte: "Mit der Veräußerung der Geschäftseinheit Surface Solutions schärfen wir den Fokus unseres Unternehmensbereichs Electronics auf Hightech-Anwendungen wie die Entwicklung neuer Chip-Generationen, die wir als integrierter Lösungsanbieter für unsere Kunden aus der Halbleiterindustrie voranbringen wollen. GNMI und unser Surface-Solutions-Geschäft werden vereint ihre Kompetenzen bündeln und ein noch stärkeres Team bilden, das sich durch Exzellenz in der Pigmentbranche auszeichnen wird." Die im Jahr 2011 gegründete GNMI hat ihren Sitz in Liuzhou in der südchinesischen Provinz Guangxi und ist an der Börse Hongkong notiert. Das Unternehmen gehört mit seiner Marke "Chesir" zu den führenden Herstellern von Perlglanzpigmenten und verfügt laut Merck über umfassende Kompetenzen für die Entwicklung und Produktion von Effektpigmenten sowie glimmerbasierten Produkten. GNMI hatte sich Anfang 2023 mit der Übernahme des südkoreanischen Branchenunternehmens CQV verstärkt und beschäftigt derzeit an Standorten in China und Korea insgesamt rund 800 Mitarbeiter. Weitere Informationen: www.merckgroup.com, www.chesir.net |
Merck KGaA, Darmstadt
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