plasticker-News

Anzeige

28.01.2026, 08:56 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Ziehl-Abegg: Erstmals Umsatzmarke von einer Milliarde Euro überschritten

Das Industrieunternehmen Ziehl-Abegg (Künzelsau) hat für das Geschäftsjahr 2025 vorläufige Zahlen vorgelegt und erstmals in seiner 116-jährigen Geschichte einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr (893 Mio. Euro) entspricht dies einem Zuwachs von über zwölf Prozent. Die weltweite Mitarbeiterzahl stieg im selben Zeitraum von rund 5.300 auf etwa 5.800 Beschäftigte.

Nach Angaben des Unternehmens war das Geschäftsjahr 2025 von schwierigen wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen geprägt. Wechselkursschwankungen, Zölle und internationale Unsicherheiten belasteten zahlreiche Märkte. Zum Ergebnis macht Ziehl-Abegg traditionell keine konkreten Angaben; der Vorstandsvorsitzende Joachim Ley erklärte jedoch, dass der Gewinn im Vergleich zu den Vorjahren deutlich unter Druck gestanden habe.

Anzeige

Auslandsgeschäft als zentraler Wachstumstreiber
Das Wachstum wurde maßgeblich durch die Entwicklung der Auslandsmärkte getragen. Die USA sind inzwischen der wichtigste Auslandsmarkt und machen deutlich mehr als 20 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Die 2024 begonnene Investition in Höhe von 100 Millionen Euro in ein neues Werk stärkt nach Unternehmensangaben die lokale Präsenz und Lieferfähigkeit in Nordamerika.

China bleibt der zweitgrößte Auslandsmarkt. Dort reagiert Ziehl-Abegg auf den intensiven Wettbewerb mit einer stärker regional ausgerichteten Produktentwicklung, um technische und preisliche Anforderungen des Marktes besser abzudecken. Ziel ist es, Entwicklungs- und Produktionsprozesse stärker vor Ort zu verankern.

Technologische Entwicklung ohne Seltene Erden
Im Jahr 2025 gelang Ziehl-Abegg nach eigenen Angaben eine weltweite Premiere: die Entwicklung einer elektrischen Aufzugssynchronmaschine ohne den Einsatz von Magneten aus Seltenen Erden. Die Maschine erreicht laut Unternehmen bei identischer Baugröße die gleiche Leistung wie bisherige Lösungen. Damit soll die Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen reduziert und die Produktionssicherheit unabhängig von geopolitischen Risiken erhöht werden.

Fertigungstiefe und Anwendungen
Ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie ist die hohe Fertigungstiefe. Ziehl-Abegg verfügt unter anderem über eine eigene Gießerei sowie eigene Blech- und Kunststofffertigungen. Die Produkte – vor allem Ventilatoren und Antriebssysteme – finden Anwendung in der Klima- und Kältetechnik, in Aufzügen, Reinräumen, Agraranlagen sowie in der Medizintechnik.

Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 5.800 Mitarbeitende, davon etwa 3.000 an süddeutschen Produktionsstandorten (Vorjahr: 2.800). Ziehl-Abegg betreibt 17 Produktionswerke, ist mit 30 Gesellschaften vertreten und unterhält 114 Vertriebsstandorte. Das Produktsortiment umfasst rund 30.000 Artikel, die in mehr als 100 Ländern vertrieben werden.

Ziehl-Abegg wurde 1910 von Emil Ziehl in Berlin als Hersteller von Elektromotoren gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Firmensitz nach Süddeutschland verlegt. Das Unternehmen ist nicht börsennotiert und befindet sich bis heute in Familienbesitz.

Weitere Informationen: www.ziehl-abegg.com

Ziehl-Abegg SE, Künzelsau

» insgesamt 5 News über "Ziehl-Abegg" im News-Archiv gefunden

Anzeige

Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!


» zurück zum Seitenanfang


Aktuelle Geschäftskontakte
Top News / Meist gelesen
plasticker Newsletter
Wir informieren Sie schnell, umfassend und kostenlos über das, was in der Branche passiert.

» Jetzt anmelden!

» Weiterempfehlen

Jetzt Kosten im Einkauf senken!
Neuware-Restmengen, Regranulate oder Mahlgüter für Ihre Produktion erhalten Sie in der Rohstoffbörse.

Neue und gebrauchte Maschinen & Anlagen finden Sie in der großen Maschinenbörse.

Kostenfreie Nutzung aller Börsen! Registrieren Sie sich jetzt!

Aktuelle Rohstoffpreise
Neue Fachbücher
Kunststoffchemie für Ingenieure

Mit der bereits fünften Auflage in eineinhalb Jahrzehnten liegt dieses Standardwerk "Kunststoffchemie für Ingenieure" wiederum in gründlich überarbeiteter, aktualisierter Form vor.