| 31.03.2026, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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BASF hat am 26. März 2026 den neuen Verbundstandort in Zhanjiang in der südchinesischen Provinz Guangdong offiziell eingeweiht. Der Standort umfasst rund vier Quadratkilometer und zählt zu den größten Einzelinvestitionen des Unternehmens im chinesischen Markt. Nach Unternehmensangaben arbeiten dort mehr als 2.000 Beschäftigte. In Zhanjiang produziert BASF ein breit angelegtes Portfolio aus Basischemikalien, Zwischenprodukten und Spezialchemikalien. Die Erzeugnisse sind für verschiedene Abnehmerbranchen bestimmt, darunter Transport, Konsumgüter, Elektronik, Haushaltsreinigung und Körperpflege. Der überwiegende Teil der Produktion ist für Kunden in China vorgesehen und folgt damit dem von BASF beschriebenen „local-for-local“-Ansatz. Nach Angaben des Unternehmens belief sich die Investition auf rund 8,7 Milliarden Euro. Das Projekt sei termingerecht und zugleich deutlich unter dem ursprünglich veranschlagten Budget abgeschlossen worden. BASF hatte das Vorhaben 2018 angekündigt und im Jahr 2019 den Grundstein gelegt (siehe auch plasticker-News vom 10.01.2019). Die erste Produktionsanlage für technische Kunststoffe nahm 2022 den Betrieb auf (siehe auch plasticker-News vom 06.09.2022), im Jahr 2024 folgte eine Anlage für thermoplastische Polyurethane. Zum Jahreswechsel 2025/2026 startete die Produktion der ersten integrierten Wertschöpfungsketten, zugleich wurde der Steamcracker in Betrieb genommen (siehe auch plasticker-News vom 08.01.2026). Der Standort ist nach Angaben von BASF vollständig mit Strom aus erneuerbaren Quellen versorgt. Grundlage dafür sind langfristige Stromabnahmeverträge sowie Investitionen in einen Offshore-Windpark. BASF gibt an, dass sich die CO2-Emissionen des Standorts durch Verbundintegration, Prozessinnovationen und den Einsatz erneuerbarer Energien im Vergleich zu einem konventionellen petrochemischen Standort um bis zu 50 Prozent reduzieren lassen. Eine zentrale Anlage des Standorts ist der „Flex-Feed“-Steamcracker mit einer Jahreskapazität von einer Million Tonnen Ethylen. Er kann unterschiedliche Rohstoffe wie Naphtha und Butan verarbeiten. BASF zufolge handelt es sich um den weltweit ersten Cracker, dessen Hauptverdichter vollständig mit erneuerbarem Strom betrieben werden. Nach Unternehmensangaben wurden in Zhanjiang bislang 18 Anlagen hochgefahren, 32 Produktionslinien in Betrieb genommen und mehr als 70 Produkte in die Herstellung überführt. Das Portfolio deckt die Segmente Chemicals, Materials sowie Nutrition & Care ab. BASF verweist in diesem Zusammenhang auf die integrierte Verbundstruktur, die eine enge Verzahnung von Stoffströmen und Wertschöpfungsketten ermöglicht. Mit dem Werk in Zhanjiang verfügt BASF nun über sieben Verbundstandorte weltweit. Nach Ludwigshafen und Antwerpen ist Zhanjiang der drittgrößte Standort dieser Art im Konzern und wird vollständig von BASF selbst betrieben. BASF ist seit mehr als 140 Jahren in Greater China aktiv. Das Unternehmen unterhält dort neben Zhanjiang weitere größere Standorte in Shanghai, Nanjing und Chongqing sowie weitere Produktionsstätten im Land. Im Jahr 2025 erzielte BASF nach eigenen Angaben in Greater China einen Umsatz von rund 8,2 Milliarden Euro und beschäftigte dort nahezu 13.000 Mitarbeitende. Weitere Informationen: www.basf.com |
BASF SE, Ludwigshafen
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