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11.09.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

WIS Kunststoffe: Europa-konformes rPP-PCR für Lebensmittelanwendungen

Die WIS Kunststoffe GmbH will auf der Fakuma 2026 ein Polypropylen-Regranulat aus Post-Consumer-Recycling (rPP-PCR) für Lebensmittelanwendungen vorstellen. Nach Angaben des Unternehmens entspricht der zugrunde liegende Recyclingprozess den Anforderungen der Verordnung (EU) 2022/1616 für recycelte Kunststoffe mit Lebensmittelkontakt. Auf einer Spritzgießmaschine vom Typ "victory 210/50 tech" von Engel soll daraus während der Messe ein Trinkbecher mit 11 Prozent PCR-Anteil gefertigt werden.

Das für die Vorführung eingesetzte Werkzeug stammt von der Manfred Schägner GmbH aus Steinmauern. Die Anwendung soll zeigen, dass mechanisch recyceltes Polypropylen aus kontrollierten Input-Strömen auch für kontaktsensitive Verpackungsanwendungen eingesetzt werden kann. WIS bezeichnet sich als ersten deutschen Regranulathersteller, dessen entsprechender Recyclingprozess für Trinkbecher mit den europäischen Vorgaben übereinstimmt. Diese Einordnung stammt vom Unternehmen und wird in der Mitteilung nicht durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle näher belegt.

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Regulatorisch gewinnt der Einsatz von Post-Consumer-Rezyklaten in Lebensmittelverpackungen an Bedeutung. Die europäische Verpackungsverordnung (EU) 2025/40 sieht für kontaktsensitive Kunststoffverpackungen aus anderen Kunststoffen als PET ab 2030 grundsätzlich einen Mindestrezyklatanteil von 10 Prozent vor; maßgeblich ist dabei der Durchschnitt je Fertigungsbetrieb und Jahr. Der auf der Fakuma 2026 geplante Becher mit 11 Prozent rPP-PCR liegt damit oberhalb dieses Zielwerts für die betreffende Verpackungskategorie.

WIS hat nach eigenen Angaben die Produktion von PCR-Regranulaten in den vergangenen Jahren ausgebaut. Das Unternehmen stellt Rezyklate für Verpackungen, Konsumgüter und technische Bauteile her und führt außerdem Materialien mit Zulassungen für Lebensmittel- und Automobilanwendungen im Portfolio. Für den Einsatz in regulierten Anwendungen nennt WIS insbesondere konstante Materialeigenschaften, reproduzierbare Qualität und Rückverfolgbarkeit als zentrale Anforderungen.

Reinigungsgranulat "Schneckenputzer"
Neben dem rPP-PCR zeigt WIS auf der Fakuma 2026 das Reinigungsgranulat "Schneckenputzer". Das Material ist für die Reinigung von Schnecke und Zylinder in Kunststoffverarbeitungsmaschinen vorgesehen und kombiniert nach Unternehmensangaben mechanische, chemische und physikalische Wirkmechanismen. Mechanische Bestandteile sollen Ablagerungen durch Reibung lösen, chemisch wirksame Komponenten Kunststoffreste angreifen und deren Ablösung unterstützen. Zusätzlich expandiert die Reinigungsmasse, um schwer zugängliche Bereiche zu erreichen und gelöste Rückstände auszutragen.

Das Reinigungsgranulat enthält laut WIS keine abrasiven Glasfasern. Als Ziel nennt das Unternehmen einen geringeren Materialeinsatz bei der Reinigung sowie kürzere Stillstandszeiten und weniger Ausschuss. Auf der Fakuma 2026 sind Vorführungen des "Schneckenputzer" zweimal täglich um 11.00 Uhr und 14.00 Uhr vorgesehen.

Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle B4, Stand 4306

Weitere Informationen: www.wiskunststoffe.de

WIS Kunststoffe GmbH, Breitungen

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