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07.10.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Werkzeugbau Ruhla: Wechselkomponenten ermöglichen mehrere Spritzenvarianten in einem Spritzgießwerkzeug

64-fach-Werkzeug für 3-ml-Spritzen mit Entspindelung. Durch einen definierten Umbau kann mit demselben Werkzeug zusätzlich eine Luer-Slip-Variante hergestellt werden - (Bild: Werkzeugbau Ruhla).
64-fach-Werkzeug für 3-ml-Spritzen mit Entspindelung. Durch einen definierten Umbau kann mit demselben Werkzeug zusätzlich eine Luer-Slip-Variante hergestellt werden - (Bild: Werkzeugbau Ruhla).
Werkzeugbau Ruhla entwickelt Spritzgießwerkzeuge für die Medizintechnik so, dass definierte formgebende Komponenten ausgetauscht und wesentliche Werkzeugbereiche für mehrere Produktvarianten genutzt werden können. Das Konzept soll insbesondere bei Spritzen mit unterschiedlichen Anschlussgeometrien den Bau separater Komplettwerkzeuge vermeiden und damit Investitions- und Folgekosten reduzieren.

Variantenkonzept für unterschiedliche Anschlussgeometrien
Ein Praxisbeispiel ist ein 8-fach-Werkzeug für 50-ml-Spritzen. Mit dem Werkzeug lassen sich drei Ausführungen mit Luer-Lock-, Luer-Slip- und Katheteranschluss herstellen. Für den Variantenwechsel werden nicht komplette Werkzeuge ersetzt, sondern nur die jeweils geometriebestimmenden Komponenten ausgetauscht.

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Das Prinzip wird auch bei Werkzeugen mit hoher Kavitätenzahl eingesetzt. Werkzeugbau Ruhla hat ein 64-fach-Werkzeug für eine 3-ml-Spritze mit Entspindelung umgesetzt, das nach einem definierten Umbau zusätzlich für eine Luer-Slip-Ausführung verwendet werden kann.

8-fach-Werkzeug für 50-ml-Spritzen zur Herstellung von drei Varianten: Luer-Lock, Luer-Slip und Katheter. Neben dem Werkzeug sind die austauschbaren formgebenden Komponenten für die weiteren Produktvarianten dargestellt - (Bild: Werkzeugbau Ruhla).
8-fach-Werkzeug für 50-ml-Spritzen zur Herstellung von drei Varianten: Luer-Lock, Luer-Slip und Katheter. Neben dem Werkzeug sind die austauschbaren formgebenden Komponenten für die weiteren Produktvarianten dargestellt - (Bild: Werkzeugbau Ruhla).
Auslegung muss Variantenfähigkeit früh berücksichtigen
Voraussetzung für einen stabilen Betrieb nach dem Umbau ist, die Variantenfähigkeit bereits in der Werkzeugentwicklung einzuplanen. Wechselkomponenten, Kavitätenlayout, Temperierung, Entformung und Anspritzung müssen so aufeinander abgestimmt werden, dass Maßhaltigkeit, Reproduzierbarkeit und Prozessstabilität auch nach dem Wechsel der formgebenden Elemente erhalten bleiben.

Das Konzept zielt darauf, einen größeren Anteil des Werkzeugs über mehrere Produktvarianten hinweg weiterzuverwenden. Dadurch können Investitionen auf mehrere Ausführungen verteilt sowie Aufwand für Werkzeuglagerung, Wartung und Ersatzteilhaltung begrenzt werden. Für Hersteller kann dies insbesondere bei Produktfamilien mit mehreren Anschluss- oder Geometrievarianten die Anpassung der Serienproduktion vereinfachen.

Werkzeugbau Ruhla stellt das Werkzeugkonzept auf der Fakuma 2026 vor. Gezeigt werden Mehrkavitätenwerkzeuge für Anwendungen in Medizintechnik, Pharma, Drug Delivery, Diagnostik und Labor sowie Werkzeugkonzepte für die Serienfertigung von Kunststoffteilen.

Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle B2, Stand 2110

Weitere Informationen: ruhla-gmbh.de

Werkzeugbau Ruhla GmbH, Seebach

» insgesamt 10 News über "Werkzeugbau Ruhla" im News-Archiv gefunden

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