| 09.10.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die Leistritz Extrusionstechnik GmbH hat eine Einzugshilfe für die Verarbeitung von Kunststoffen mit geringer Schüttdichte entwickelt. Bei Versuchen mit Polyolefin-Fluff auf einem Doppelschneckenextruder des Typs "ZSE 50 Maxx" erhöhte die als "LEH" bezeichnete Vorrichtung nach Unternehmensangaben den Materialdurchsatz von 40 auf 240 kg/h. Die Technik soll insbesondere bei der Verarbeitung von Folienrezyklaten, geschäumten Kunststoffen, Fasern und Pulvern eingesetzt werden.Bei Materialien mit niedriger Schüttdichte wird die Leistungsfähigkeit von Extrusionsanlagen häufig durch die Materialzuführung begrenzt. Aufgrund ihrer geringen Dichte und ihrer Partikelgeometrie können solche Materialien Brücken im Einzugsbereich bilden oder auf den Extruderschnecken aufschwimmen. Dadurch wird die Materialzufuhr eingeschränkt, obwohl der Extruder noch über freie Verarbeitungskapazitäten verfügt. Die neue Einzugshilfe führt das Material von oben gleichmäßig auf beide Extruderschnecken und löst Materialbrücken im Zuführbereich auf. Dabei erfolgt lediglich eine geringe Verdichtung des Materials. Nach Unternehmensangaben lässt sich auf diese Weise ein kontinuierlicher Materialstrom erreichen, ohne zusätzlichen seitlichen Druck auf die Extruderschnecken auszuüben. Eine separate Vorkompaktierung des Ausgangsmaterials kann dadurch entfallen. Durchsatzsteigerung bei geringer Schüttdichte In einem Versuch auf einem Doppelschneckenextruder des Typs "ZSE 50 Maxx" untersuchte Leistritz die Verarbeitung von Polyolefin-Fluff mit einer Schüttdichte von 25 g/l und Partikelgrößen zwischen 1 und 5 cm. Ohne zusätzliche Einzugshilfe lag der Durchsatz bei 40 kg/h. Mit der "LEH" stieg die Verarbeitungsleistung auf 240 kg/h. Dies entspricht einer Versechsfachung des Durchsatzes beziehungsweise einer Steigerung um 500 Prozent. Weitere Versuche erfolgten mit Materialien mit Schüttdichten von 40 und 75 g/l. Beim Material mit einer Schüttdichte von 75 g/l wurde die maximale Verarbeitungsleistung nicht mehr durch die Materialzuführung, sondern durch das verfügbare Drehmoment des Extruders begrenzt. Konkrete Durchsatzwerte für diese beiden Versuchsreihen wurden nicht genannt. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass bei der Verarbeitung leichter Schüttgüter die Materialzuführung einen wesentlichen Einfluss auf die nutzbare Extruderleistung haben kann. Durch die verbesserte Beschickung lässt sich die vorhandene Maschinenkapazität insbesondere bei Materialien mit geringer Schüttdichte stärker ausschöpfen. Einsatz für Materialien unter 100 g/l Schüttdichte Die Einzugshilfe ist für Materialien mit Schüttdichten unter 100 g/l ausgelegt. Dazu zählen insbesondere leichte Kunststoffrezyklate und andere voluminöse Ausgangsmaterialien, deren Fließ- und Einzugsverhalten eine kontinuierliche Beschickung erschwert. Nach Angaben von Leistritz können auch Partikel zugeführt werden, deren Abmessungen größer sind als die Gangtiefe der Extruderschnecken. Bei herkömmlicher Zuführung können solche Partikel auf den Schnecken aufschwimmen, wodurch der Materialtransport beeinträchtigt wird. Die Einzugshilfe setzt damit unmittelbar an der Materialbeschickung an und soll die Verarbeitung gering verdichteter Ausgangsstoffe ohne vorgeschaltete Kompaktierung ermöglichen. Angaben zum Energiebedarf der Vorrichtung oder zu den Auswirkungen auf die spezifischen Verarbeitungskosten liegen nicht vor. Vorstellung auf der Fakuma 2026 Leistritz kündigt an, die Einzugshilfe auf der Fakuma 2026 an einem Doppelschneckenextruder des Typs "ZSE 50 Maxx" vorzuführen. Das Exponat soll in Halle A6 am Stand 6302 gezeigt werden. Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle A6, Stand 6302 Weitere Informationen: www.leistritz.com, extruders.leistritz.com |
Leistritz Extrusionstechnik GmbH, Nürnberg
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