| 27.02.2002 | Lesedauer: ca. 1 Minute |
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Eine spezielle Eigenschaft des PVC, die vollständige Löslichkeit in einigen Lösemitteln, wird erstmals großtechnisch in einem Recyclingverfahren genutzt. Vereinfacht dargestellt besteht es aus vier Stufen: Mahlen, selektive Auflösung, Trennung und Trocknung. Die gleichmäßige Korngröße des PVC nach dem Recyclingprozess ergibt ein Material von guter Rieselfähigkeit ohne Staubentwicklung, das alle Zusatzstoffe des Ausgangsmaterials enthält, also ein verarbeitungsfähiges Compound. Durch diese neue Form der Aufbereitung, wurde der Zugang zu einem bisher schwer zu behandelnden Abfallsegment geöffnet: die Trennung von PVC-Verbunden. SolVin - ein Tochterunternehmen von Solvay und BASF - und Partner u.a. aus der Kabelverarbeitungs- und Kabelverwertungsindustrie haben im Rahmen eines gemeinsamen Projektes im März 2001 den Bau einer Verwertungsanlage auf Basis der VINYLOOP®-Technologie in Ferrara, Italien, begonnen, wo auch Kabelabfälle aufbereitet werden sollen. Die Investition in Ferrara beträgt für die Jahre 2001-2002 etwa 10 Mio. Euro, inklusive einer finanziellen Beteiligung durch "Vinyl 2010", die Gesellschaft der europäischen PVC-Branche, die im Rahmen der Freiwilligen Selbstverpflichtung ausgewählte Recyclingprojekte finanziell unterstützt. Seit Anfang 2002 befindet sich die Anlage im Probebetrieb. Insgesamt beläuft sich die Anlagenkapazität auf 10 kt/Jahr. |
Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V., Bonn
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