| 02.04.2002 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Bedeutende Weichenstellung für die Neustrukturierung des Altfensterrecyclings in Deutschland: Die Hersteller von PVC-Fensterprofilen haben im Rahmen der internationalen Fachmesse "fensterbau" (20.-23. März 2002 in Nürnberg) die Etablierung einer neuen, bundesweiten Organisation für das Recycling von Kunststoff-Altfenstern beschlossen. Die neue Gesellschaft vereint die 1993 gegründete Fenster Recycling Initiative FREI (www.frei-fensterrecycling.de) sowie VEKA (www.veka-ut.de) als bisherige, maßgebliche Anbieter für einen geschlossenen Kreislauf des Materials PVC-hart. Zum Geschäftsführer der neuen Gesellschaft mit Sitz in Bonn soll Michael Vetter berufen werden. Der Recycling-Experte ist Bereichsleiter bei der Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V. (www.agpu.de).
"Hauptziel der neuen Gesellschaft ist es", so Vetter, "alle Kräfte der Branche zu bündeln, um im Bereich des werkstofflichen PVC-Fensterrecyclings die Vorgaben der "Freiwilligen Selbstverpflichtung" zu erreichen". Die vor zwei Jahren in Brüssel abgegebene Erklärung vier europäischer Fachverbände gilt in Europa als wegweisendes Beispiel für eigeninitiatives Handeln einer Schlüssel-Industrie bei der Umsetzung ökologischer Aufgaben. Für die Fenster-Industrie bedeutet die "Freiwillige Selbstverpflichtung", daß bis zum Jahr 2003 25 Prozent und bis 2005 mindestens 50 Prozent aller verfügbaren sowie einsammelbaren Altfenster aus PVC wiederverwertet werden müssen. "Wir werden daher die Ansprache potentieller Kunden in der kommenden Zeit entscheidend verstärken, um die nötigen Rücklaufmengen zu gewährleisten", erklärte Dr. Norbert Berndtsen, Sprecher der Fenster Recycling Initiative FREI. Als besondere Zielgruppen nannte er, neben kommunalen Entscheidern aus Politik und Verwaltung, insbesondere die Fensterbauunternehmen, die Abbruch- und Entsorgungsunternehmen sowie die Wohnungsbaugesellschaften. Es gehe darum, die genannten Institutionen und Unternehmen dazu zu bringen, die Fenster künftig nicht mehr auf der Deponie oder in Müllverbrennungsanlagen zu entsorgen, sondern der umweltgerechten Wiederverwertung zuzuführen. "Hier ist allerdings noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten", betonte VEKA-Vorstandsmitglied Andreas Hartleif. Denn bis zum Jahr 2005 dürfen ausgediente PVC-Altfenster noch auf der Deponie entsorgt werden. Erst dann untersagt die TA Siedlungsabfall diese Form der billigen Entsorgung. "Es geht nicht alleine um die ökologische Akzeptanz von PVC als recyclingfähiges Material, sondern auch um die ökonomische Vernunft. Denn das Granulat ist ein wertvoller Rohstoff für die Neuproduktion und viel zu kostbar, um ihn dem Produktkreislauf durch Wegwerfen oder Verbrennen zu entziehen." Die neue Gesellschaft will eng mit der europäischen Dachorganisation EPPA (European PVC-Window-Profile an Related Building Products Association) zusammenarbeiten. Dabei liegt die Hauptaufgabe der EPPA in der europaweiten Umsetzung der "Freiwilligen Selbstverpflichtung" im Bereich Recycling. "Mit der Neustrukturierung des Recyclingsystems in Deutschland haben die Hersteller nach Einschätzung von Experten einen wichtigen, konkreten Schritt im Sinne der "Freiwilligen Selbstverpflichtung" getan", erklärte Vetter abschließend. |
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