| 05.06.2007 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Innerhalb von zehn Jahren haben sich die Kosten für die Verwertung von Verkaufsverpackungen aus Kunststoff stark verringert. Nach Angaben der Duales System Deutschland GmbH (DSD, www.gruener-punkt.de) mussten pro Tonne Kunststoff für die Verwertung im Jahr 1997 noch durchschnittlich 397 Euro aufgewendet werden, während sie 2007 nur noch 100 Euro kostet, also gerade einmal ein Viertel. Nicht enthalten sind darin allerdings die großen Kostenblöcke für die haushaltsnahe Sammlung und anschließende Sortierung des Verpackungsmaterials. Auf die Preisentwicklung für den Grünen Punkt hat sich die Kosteneinsparung bei der Verwertung bereits überproportional positiv ausgewirkt. Der DSD-Kunde bezahlt heute alles inklusive zum Beispiel für einen Joghurtbecher 35,5 Prozent weniger als 1997, nämlich statt 1,39 Cent nur noch 0,9 Cent. „Vorteilhaft auf die Verwertungskosten wirkt sich insbesondere der technische Fortschritt aus. Die Einführung der automatischen Sortierung mit integrierter Kunststoffartentrennung hat die Qualität des Recyclingkunststoffs massiv gesteigert. Hinzu kommt, dass generell die Nachfrage nach Kunststoffregranulaten stark gewachsen ist. Wegen der anziehenden Preise für Energie und Rohstoffe sind Sekundärrohstoffe heute wettbewerbsfähig“, erklärt DSD-Chef Stefan Schreiter. Der in der Europäischen Union geltenden Recyclingquote von 22,5 Prozent für Kunststoffverpackungen ist der Marktführer in Deutschland längst voraus. „Im Jahr 2006 hat DSD 62 Prozent der recycelten Kunststoffverpackungen werkstofflich verwertet, d.h. sie wurden zu neuen Kunststoffprodukten verarbeitet“, belegt Schreiter. Zugleich wurden dadurch klimaschädliche Treibhausgase sowie Primärenergie in beträchtlichem Maße vermieden bzw. eingespart. „Doch das Ganze steht auf dem Spiel, wenn nicht bald eine Novelle der Verpackungsverordnung in Kraft tritt und für einen fairen Wettbewerb sorgt“, warnt Schreiter. |
Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH, Köln
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