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07.10.2021, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Plasmatreat: Kunststoffoberflächen modifizieren - Neue Ma­ter­i­al­verbunde ermöglichen - Verschiedene Plasma-Systeme im Fokus

Mit Openair-Plasma können Kunststoffoberflächen gezielt behandelt und die Eigenschaften der Oberflächen verändert werden - (Bilder: Plasmatreat).
Mit Openair-Plasma können Kunststoffoberflächen gezielt behandelt und die Eigenschaften der Oberflächen verändert werden - (Bilder: Plasmatreat).
Auf der Fakuma 2021 präsentiert Plasmatreat seine Systeme und Lösungen zur Oberflächenbehandlung mit Atmosphärendruckplasma. Aktivierung und Beschichtung von Kunststoffoberflächen vor den nachfolgenden Verarbeitungsprozessen hat das Unternehmen auf seinem Messestand im Fokus.

Bei der Behandlung mit Openair-Plasma werden sauerstoff- und stickstoffhaltige Gruppierungen in die meist unpolaren Kunststoffe zur Erhöhung der Oberflächenenergie eingebracht. Diese Aktivierung optimiert die Benetzbarkeit der Oberfläche, bewirkt damit eine signifikante Steigerung der Adhäsionsfähigkeit und ermöglicht auf diese Weise eine langzeitstabile Haftfestigkeit von Klebstoffen, Farben und Lacken. Mithilfe der speziellen PlasmaPlus-Technologie können Nanobeschichtungen auf Oberflächen aufgebracht werden. Ein Beispiel für dieses Verfahren ist die PT-Bond-Beschichtung von Plasmatreat, die den weiteren Anbieterangaben zufolge für langzeitstabile Haftung von Dichtsystemen sorgt. PT-Bond wird als eine PlasmaPlus-Anwendung speziell für den Bereich Klebe- und Dichtungstechnik beschrieben. Dem Plasma wird eine Organo-Siliziumverbindung als Präkursor beigemischt. Die chemische Zusammensetzung variiert dabei je nach Material und Anwendung. Die PT-Bond Schicht ist bi-funktional, d.h. sie gewährleistet die haftvermittelnde Funktion sowohl zum Substrat als auch zum Klebstoff.

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Das InMould-Plasma Verfahren eignet sich laut Plasmatreat ideal, um aus inkompatiblen Hart-Weich-Materialkombinationen industrierelevante, kompatible Kunststoff-Verbunde im 2K-Spritzgießen herzustellen.
Das InMould-Plasma Verfahren eignet sich laut Plasmatreat ideal, um aus inkompatiblen Hart-Weich-Materialkombinationen industrierelevante, kompatible Kunststoff-Verbunde im 2K-Spritzgießen herzustellen.
Auf der Fakuma 2021 zeigt das Unternehmen live verschiedene Plasma-Systeme und Anlagen. Das Unternehmen präsentiert zum Beispiel anschaulich sein InMould-Plasma-Verfahren für Spritzgießmaschinen in der Kunststoffindustrie. Dieses spezielle Verfahren basiert auf der klassischen Atmosphärendruck-Plasmatechnologie, verlegt die Aktivierung des Behandlungsbereichs direkt in das Spritzgießwerkzeug und ist integrierter Teil des Mehrkomponentenspritzgießens. Hierdurch soll sich der Fertigungsprozess vereinfachen und kosteneffizient gestalten lassen. Das InMould-Plasma Verfahren soll sich ideal eignen, um aus inkompatiblen Hart-Weich-Materialkombinationen, industrierelevante, kompatible Kunststoff-Verbunde im 2K-Spritzgießen herzustellen. Vorrangig seien dabei Kombinationen auf Basis von TPU und PP zu nennen, jedoch sollen sich eine Vielzahl weiterer Materialkombinationen damit verbinden oder die Haftfestigkeit signifikant steigern lassen.

Besucher können außerdem eine Plasma Treatment Unit (kurz PTU) mit besonderem Bauteiltransport sehen. In dieser Anlage werden nicht, wie so oft, die Düsen bewegt, sondern die verschiedenen Bauteile werden mit 3 XPlanar Movern der Firma Beckhoff Automation zur richtigen Zeit, zur richtigen Düse zur Behandlung mit Openair-Plasma transportiert. In Friedrichshafen werden in dieser PTU ein Inmould-Kunststoffteil und ein Bauteil mit Elektronik behandelt. Auf ein drittes Bauteil wird mit dem speziellen PlasmaPlus-Verfahren AntiCorr eine Antikorrosionsschicht aufgebracht.

Fakuma 2021, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2021, Halle A1, Stand 1423

Weitere Informationen: www.plasmatreat.de

Plasmatreat GmbH, Steinhagen

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