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14.01.2022, 12:11 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Arburg: „Thin Wall Integra“ - Kooperationsprojekt mit neuem Ansatz zur Produktion dünnwandiger Verpackungen

Vollautomatisierte Spritzgießzelle rund um einen hybriden Allrounder 720 H in Packaging-Aus­führ­ung - (Bilder: Christophe Brissiaud, Collomb Mécanique).
Vollautomatisierte Spritzgießzelle rund um einen hybriden Allrounder 720 H in Packaging-Aus­führ­ung - (Bilder: Christophe Brissiaud, Collomb Mécanique).
Wie stellt man wirtschaftlich dünnwandige Behälter unter Nutzung von Recycling-Material in hoher Qualität und Ausbringung her? Indem mehrere Spezialisten ihr fundiertes Know-how zusammenbringen. So geschehen in Frankreich im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts „Thin Wall Integra“. Diese Kooperation verfolgt gleich mehrere Zielsetzungen: Es geht um die vollautomatisierte, schnelle und gleichbleibend hochwertige Verarbeitung von Recycling-Material zu dünnwandigen Behältern in Großserie.

Die Arburg Tochtergesellschaft in Frankreich hat sich dazu mit dem auf dünnwandige Behälter spezialisierten Formenbauer Collomb, dem Robotik-Experten für Verpackungen, Groupe Pagès, dem IML-Etikettenhersteller Verstraete, dem Materialfluss-Spezialisten Koch-Technik sowie dem Rohstofflieferanten Borealis zusammengetan, um „Thin Wall Integra“ als neues „One-Stop-Shop“-Konzept zur Produktion dünnwandiger Fünf-Liter-Eimer vorzustellen.

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Gemeinsam entwickeltes Konzept
Wie es in einer Mitteilung des Maschinenbauers weiter heißt, basiert das gemeinsam entwickelte Konzept auf einer vollautomatisierten Spritzgießzelle rund um einen hybriden Allrounder 720 H in Packaging-Ausführung mit einem 1-fach-Werkzeug. Die Gesamtzykluszeit liegt bei nur fünf Sekunden. Ein Leistungsträger ist neben der auf schnelle Zyklen hin optimierten Spritzgießmaschine auch das sequenziell arbeitende Robot-System. Das von der Maschinenrückseite her eingreifende Handhabungssystem mit Teleskop-Arm bestückt das Werkzeug zunächst mit den IML-Etiketten. Danach entnimmt das Robot-System die gelabelten Eimer und stapelt sie auf einer Ablagematte. Die Stapel werden dann automatisch von einem Robot-System zur Palettierung übernommen. Die eingesetzten beiden Robotertechnologien machen die Anlage besonders kompakt. Der Rezyklatanteil wird kontinuierlich über ein automatisches Fördersystem zugeführt.

Die Partner von „Thin Wall Integra“ bringen in jeder Phase des Projekts ihr spezifisches Fachwissen ein, um den Herstellern dünnwandiger Behälter den aktuellen Stand der Technik zu demonstrieren, gleichzeitig aber auch die notwendige Qualität zu sichern und die engen zeitlichen Vorgaben der Verpackungsindustrie zu erreichen.

Das „ökologische Design“ soll eine Material­ein­spar­ung von bis zu 35 Prozent ermöglichen.
Das „ökologische Design“ soll eine Material­ein­spar­ung von bis zu 35 Prozent ermöglichen.
Darüber hinaus entspricht das Gemeinschaftsprojekt den heute so wichtigen ökologischen Gesichtspunkten in der Kunststoffverarbeitung. Das Produkt weist den weiteren Angaben zufolge einen Anteil von 55 Prozent recyceltem Material auf. Das „ökologische Design“ ermöglicht demnach eine Materialeinsparung von bis zu 35 Prozent. Hinzu kommen die vereinfachte Stapelbarkeit der Eimer sowie die Verwendung von „Holygrail2.0“-Etiketten, mit denen ein sortenreines Recycling der eingesetzten Materialien einfach realisierbar werden soll.

Die vollständig automatisierte Projektanlage wurde speziell für Hochleistungs-Verpackungsanwendungen entwickelt, die Schnelligkeit, Präzision und Effizienz sowie eine hohe Wartungsfreundlichkeit erfordern. Nach seiner Premiere am 30. November war das Projekt Thin Wall Integra auch während eines Tages der offenen Tür bei Collomb in Oyonnax am 12. Januar 2022 zu sehen.

Weitere Informationen: www.arburg.com

Arburg GmbH + Co KG, Loßburg

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