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16.11.2022, 13:06 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten    

SKZ: Eröffnung der Modellfabrik, des Trainings-Zentrums Qualitäts­wesen und der Betriebskita

v.l.n.r.: Stellv. Würzburger Landrätin Karen Heußner, Ministerialdirigent Boris Petschulat, Regierungspräsident des Bezirks Unterfranken Dr. Eugen Ehmann, Staatssekretärin Anna Stolz, Institutsdirektor des SKZ Prof. Martin Bastian, stellv. bayerischer Ministerpräsident Hubert Aiwanger, Oberbürgermeister von Würzburg Chris­tian Schuchardt, stellv. Kitzinger Landrat Ro­bert Finster und Architekt Steffen Rothenhöfer bei der Eröffnung der Modellfabrik des SKZ - (Bild: SKZ).
v.l.n.r.: Stellv. Würzburger Landrätin Karen Heußner, Ministerialdirigent Boris Petschulat, Regierungspräsident des Bezirks Unterfranken Dr. Eugen Ehmann, Staatssekretärin Anna Stolz, Institutsdirektor des SKZ Prof. Martin Bastian, stellv. bayerischer Ministerpräsident Hubert Aiwanger, Oberbürgermeister von Würzburg Chris­tian Schuchardt, stellv. Kitzinger Landrat Ro­bert Finster und Architekt Steffen Rothenhöfer bei der Eröffnung der Modellfabrik des SKZ - (Bild: SKZ).
Die Modellfabrik des SKZ wurde 16 Jahre nach der ersten Antragstellung am 09. November 2022 eröffnet. Zusammen mit dem Trainings-Zentrum Qualitätswesen (TZQ) und einer betriebseigenen Kita entstanden im Industriegebiet Ost in Würzburg Leuchtturmprojekte für die Digitalisierung in der Fertigung von Kunststoffprodukten. Die Aufnahme der operativen Tätigkeiten ist ab Anfang 2023 geplant.

Zur feierlichen Eröffnung am 09. November ließen es sich der stellvertretende bayerische Ministerpräsident und bayerischer Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Prof. Martin Bastian, Institutsdirektor des SKZ, Boris Petschulat vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) sowie Christian Schuchardt, Oberbürgermeister der Stadt Würzburg, nicht nehmen, persönliche Grußworte an die Gäste zu richten. „Heute ist ein guter Tag für Bayern und Unterfranken. Mit der Modellfabrik und dem Trainingszentrum setzt das SKZ in Würzburg ein Zeichen für Optimismus und Zukunft", betont Aiwanger. "Wir stärken als Staatsregierung die Kunststoffindustrie und unterstützen deshalb diese Entwicklung hin zu mehr Automatisierung und Hightech. Ebenso wichtig sind mehr Schnittstellen zur Bioökonomie. Lignin aus Abfallholz kann beispielsweise herkömmlichen Kunststoff auf Erdölbasis ersetzen. Dadurch nutzen wir unsere heimischen Ressourcen, reduzieren den ökologischen Fußabdruck und ermöglichen eine Produktion in Deutschland. Es wäre fatal, wenn wir Kunststoffbauteile nur noch über den Import erhalten würden.“

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In Anwesenheit der Planer und Bauleitungen konnten sich die Gäste anschließend bei einem Rundgang einen ersten Eindruck von der Modellfabrik, dem TZQ und der betrieblichen Kindertagesstätte machen. Aiwanger stand außerdem für einen 3D-Scan Modell und erhält so eine kleine 3D-gedruckte Abbildung seiner selbst. Schließlich überreichte der Architekt feierlich den Schlüssel zur Modellfabrik an Prof. Bastian.

Modellfabrik
Die Modellfabrik bietet 4.700 Quadratmeter Nutzfläche, davon 1.700 Quadratmeter Technika und Labore und ca. 600 Quadratmeter Netzwerk- und Tagungsflächen sowie Platz für rund 110 Mitarbeiter. Schwerpunkt der Aktivitäten in der Modellfabrik wird die praxisrelevante Umsetzung von Industrie 4.0 für die Kunststoff-Branche. In den neuen Räumlichkeiten wird es möglich, dieses abstrakte Thema auf konkrete Problemstellungen in Produktion und Anwendung – insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen – herunterzubrechen. In der Modellfabrik werden daher u.a. zukunftsrelevante Themen, wie Digitalisierung in der Produktion und künstliche Intelligenz bzw. maschinelles Lernen und individuelle Fertigung sowie Prüfen 4.0, umfassend erforscht. Eine Forschungsgruppe „Digitalisierung“ steht als Schnittstelle zur Industrie bereits seit Jahren zur Verfügung. Zudem wird eine Forschungsgruppe „Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft“ in der Modellfabrik beheimatet sein, um aktuellen Herausforderungen, wie bspw. CO2-Fußabdruck und Energieeffizienz, zu begegnen. Gemeinsam mit der Industrienähe des SKZ ist so eine Umsetzung von Ideen und Lösungen in die industrielle Praxis und ein umfassender Technologietransfer durch den in der Modellfabrik integrierten Tagungsbereich effizient möglich. Durch Einsparmaßnahmen konnten die aktuellen Baupreissteigerungen größtenteils abgefangen werden. Die Gesamtkosten der Modellfabrik betragen ca. 28 Mio. Euro von denen ca. 14,8 Mio. Euro vom Land Bayern (aus Mitteln des StMWi) getragen werden.

Trainings-Zentrum Qualitätswesen
In unmittelbarer Nähe der Modellfabrik entstand seit Februar 2022 zudem das Trainings-Zentrum Qualitätswesen (TZQ). Knapp die Hälfte der rund 1.000 Quadratmeter Nutzfläche des Trainings-Zentrums sind für Schulungsräume eingeplant. Außerdem sollen eine hochmoderne Ausstattung und innovative Lehr- und Lernmethoden dem Fachkräftemangel entgegenwirken. In diesem neuen Weiterbildungszentrum werden jährlich rund 90 verschiedene Kurse mit hohem Praxisbezug rund um das Thema Qualität angeboten. Ziel ist es, durch hohe Qualifizierung und Weiterbildung der Fachkräfte die Branche dauerhaft wettbewerbsfähig zu machen. Von den förderfähigen Gesamtkosten in Höhe von ca. 9,5 Millionen Euro tragen der Bund (aus Mitteln des BMWK vertreten durch die BAFA) 50 Prozent und das Land Bayern (aus Mitteln des StMWi) 25 Prozent. Der Eigenanteil des SKZ beträgt hier ca. 3,9 Mio. Euro.

Kinderkrippe
In der Modellfabrik entsteht zudem eine betriebliche Kinderkrippe. Damit werden bis zu 15 Krippenplätze neu geschaffen und tragen ab 01. Januar 2023 zu einer Entlastung der übrigen Kinderbetreuungsplätze in Würzburg bei. Die Stadt Würzburg bezuschusst diese Maßnahme mit rund 600.000 Euro.

Weitere Informationen: www.skz.de

SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, Würzburg

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