24.03.2025, 08:45 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten |
![]() ![]() ![]() ![]() |
Der Spezialchemiekonzern Altana ist im Geschäftsjahr 2024 zweistellig gewachsen und hat erneut kräftig in die Zukunft investiert. Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz um 16 Prozent auf 3,169 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,742 Mrd. Euro). Ein Treiber hierfür sei die erhöhte Nachfrage gewesen, sowie die im Herbst 2023 bzw. Januar 2024 getätigten Unternehmenszukäufe. Bereinigt um Akquisitions- und Währungseffekte legte der Umsatz um 7 Prozent zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 27 Prozent auf 490 Millionen Euro (Vorjahr: 385 Millionen Euro), vor allem aufgrund der deutlichen Absatzsteigerung. Die EBITDA-Marge lag bei 15,5 Prozent (Vorjahr 14,0 Prozent). 2024 steigerte Altana seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 8 Prozent auf 213 Millionen Euro. Gleichzeitig investierte das Unternehmen mit 180 Millionen Euro 30 Prozent mehr in Standorte, Digitalisierung und Nachhaltigkeit als im Vorjahr. Standortausbau vorangetrieben 2024 trieb Altana in allen Geschäftsbereichen den Ausbau seines internationalen Standortnetzwerks voran. An der Heimatbasis Wesel starteten beispielsweise die Detailplanungen für einen neuen Innovations-, Labor- und Seminarkomplex für 25 Millionen Euro. Im Herbst eröffnete das Unternehmen ein neues Werk für Drahtlacke im südchinesischen Zhuhai. Die Gesamtinvestition beträgt hier mehr als 20 Millionen Euro. Zudem erwarb das Unternehmen in Indien ein Grundstück für einen neuen, geschäftsbereichsübergreifenden Standort und investierte in den Kapazitätsausbau seiner US-Werke in Connecticut und North Carolina. Bis 2050 nahezu treibhausgasfrei 2024 hat sich Altana verpflichtet, bis zum Jahr 2050 weltweit nahezu treibhausgasfrei zu wirtschaften und so genannte "Netto-Null-Emissionen" zu erreichen. Damit weitet das Unternehmen sein Engagement auf die gesamte Wertschöpfungskette aus (Scope 1 bis 3). Zwischen 2014 und 2023 hatte der Spezialchemiekonzern bereits die in seinem direkten Einflussbereich (Scope 1 und 2) verursachten Treibhausgasemissionen weltweit um rund 70 Prozent reduziert. Wachstum in allen Geschäftsbereichen Im Jahr 2024 trugen alle Geschäftsbereiche zum Wachstum bei. Der größte Geschäftsbereich, BYK, steigerte seinen Umsatz nominal und operativ um 11 Prozent auf 1,337 Mrd. Euro. Der Effektpigmentspezialist Eckart erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 434 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg von 24 Prozent. Dabei wirkte sich vor allem der Zukauf der Silberline Gruppe im Januar 2024 positiv aus. Bereinigt um Akquisitions- und Wechselkurseffekte lag der Umsatz 5 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Anbieter für Elektroisoliermaterialien, Elantas, verzeichnete einen Umsatzanstieg von 28 Prozent auf 878 Millionen Euro. Treiber war vor allem die Integration der im September 2023 erworbenen Von Roll Gruppe. Bereinigt um Akquisitions- und Wechselkurseffekte lag der Umsatz 4 Prozent über dem Vorjahreswert. Actega steigerte seinen Umsatz mit Lösungen für die Verpackungs- und die grafische Industrie um 5 Prozent auf 519 Millionen Euro. Europa weiterhin umsatzstärkste Region, kräftiges Wachstum in Asien 2024 stieg die Nachfrage in allen Absatzregionen. Zusätzlich erhöhte sich der Umsatz weltweit durch die getätigten Akquisitionen. In der weiterhin umsatzstärksten Region Europa stieg der Umsatz um 13 Prozent auf 1,172 Mrd. Euro. Bereinigt um Akquisitions- und Währungseffekte lag der Anstieg bei 2 Prozent. Das Geschäft in Deutschland legte um 15 Prozent zu (operativ 3 Prozent). Der Umsatz in der Region Amerika erhöhte sich um 12 Prozent (operativ 4 Prozent) auf 886 Millionen Euro. Der Einzelmarkt USA verzeichnete ein Plus von 11 Prozent; operativ lag der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres. Den größten Zuwachs verzeichnete die Region Asien. Hier erhöhte sich der Umsatz um 22 Prozent (operativ 17 Prozent) auf 1,054 Mrd. Euro. In China erzielte die Altana Gruppe einen Umsatzanstieg von 20 Prozent (operativ 15 Prozent), im Wachstumsmarkt Indien von 21 Prozent (operativ 13 Prozent). Zum Jahresende 2024 beschäftigte Altana weltweit 8.382 Mitarbeitende und damit, insbesondere akquisitionsbedingt, 443 mehr als zum 31.12.2023. Ausblick Für das Jahr 2025 erwartet Altana keine grundlegende Veränderung der konjunkturellen Rahmenbedingungen und daher ein moderates globales Wirtschaftswachstum auf dem Niveau des Vorjahres. In diesem Umfeld prognostiziert Altana ein operatives Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und eine weitere Verbesserung der Ergebnisprofitabilität, im Wesentlichen auf Basis einer stabilen Produktnachfrage. Weitere Informationen: www.altana.de |
Altana AG, Wesel
» insgesamt 41 News über "Altana" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
» zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
L&R Kältetechnik: Kälteerzeugung für die Kunststoffverarbeitung
Bischof+Klein: CEO Dr. Tobias Lührig verlässt das Unternehmen
BASF: Erste eigene Anlage für recyceltes Polyamid 6 in Betrieb genommen
Meist gelesen, 10 Tage
BASF: Erste eigene Anlage für recyceltes Polyamid 6 in Betrieb genommen
HWS Kunststoffe: Insolvenzverfahren eröffnet
Deutsches Verpackungsinstitut: Dr. Natalie Brandenburg übernimmt Geschäftsführung
Lucobit: Neues Compound mit 80 Prozent CACO3 für Folien mit beachtlicher Atmungsaktivität
Meist gelesen, 30 Tage
Reifenhäuser: Moderater Personalabbau in Troisdorf
Arburg: Deutlicher Umsatzrückgang in 2024 – Reduzierung des Mitarbeiterstamms und Kurzarbeit
Arburg: Çağrı Ünver wird neuer Niederlassungsleiter in der Türkei
BASF: Erste eigene Anlage für recyceltes Polyamid 6 in Betrieb genommen
Meist gelesen, 90 Tage
MegaPlast: Insolvenzverfahren eröffnet
Wittmann Battenfeld: Ehemaliger Geschäftsführer Georg Tinschert unerwartet verstorben
Gerresheimer: Mögliche Übernahme durch Private Equity Investoren
Reifenhäuser: Moderater Personalabbau in Troisdorf
Hanselmann: Rupp Solutions übernimmt insolventen Kunststoffverarbeiter
Arburg: Deutlicher Umsatzrückgang in 2024 – Reduzierung des Mitarbeiterstamms und Kurzarbeit
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
Experimentelle und simulative Analyse der Mischwirkung in Einschneckenextrudern
|